In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hat heute das neue Schuljahr begonnen. Für rund 800.000 Schülerinnen und Schüler in den drei ostdeutschen Bundesländern enden damit die sechswöchigen Sommerferien. Der heutige Start markiert zugleich das Ende einer seltenen Konstellation: Rund eine Woche lang hatten in allen Bundesländern gleichzeitig Sommerferien – eine Phase, die in der Regel nur sehr kurz vorkommt.
Nächste Bundesländer folgen in wenigen Tagen
Am kommenden Donnerstag beginnt auch für Kinder und Jugendliche in Niedersachsen und Bremen wieder der Unterricht. In Schleswig-Holstein und Hamburg hingegen können Schülerinnen und Schüler noch bis Anfang September die schulfreie Zeit genießen, bevor auch dort der Unterricht startet.
Warum die Ferien versetzt sind
Die Sommerferien in Deutschland sind traditionell zeitlich gestaffelt. Insgesamt erstrecken sie sich über einen Zeitraum von gut drei Monaten – von Mitte Juni bis Anfang September. Der gestaffelte Ferienbeginn hat vor allem einen praktischen Grund: Er soll Reiseverkehr und touristische Kapazitäten gleichmäßiger verteilen, um Staus, überfüllte Züge und Engpässe in Urlaubsorten zu vermeiden.
Wechsel der Ferientermine zwischen den Ländern
Jedes Bundesland wechselt im mehrjährigen Rhythmus zwischen einem frühen und einem späten Ferienbeginn. Diese Regelung wurde gemeinsam von der Kultusministerkonferenz festgelegt und soll für mehr Planungssicherheit sorgen – sowohl für Familien als auch für die Tourismusbranche.
Bedeutung für Familien und Wirtschaft
Für Eltern bedeutet der versetzte Ferienkalender, dass sie Urlaubszeiten gezielter planen können. Für den Tourismus- und Verkehrssektor bringt er den Vorteil, dass die Nachfrage über mehrere Monate verteilt ist. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass Familien mit Kindern in unterschiedlichen Bundesländern dadurch organisatorisch vor Herausforderungen stehen.