Dark Mode Light Mode
Wacken Open Air eröffnet – Metal, Matsch und Moorgras
Leipzig: Dritter Warnstreik bei Brauereien – Sternburg-Beschäftigte legen Arbeit nieder
Tierschützer kritisieren Indien wegen Elefantenflug nach Japan

Leipzig: Dritter Warnstreik bei Brauereien – Sternburg-Beschäftigte legen Arbeit nieder

wewahn (CC0), Pixabay

n Leipzig haben am Dienstagmorgen rund 150 Beschäftigte der Sternburg-Brauerei ihre Arbeit niedergelegt. Hintergrund ist ein laufender Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und der Radeberger Gruppe, zu der mehrere Brauereien in Sachsen gehören. Es ist bereits der dritte Warnstreik innerhalb weniger Wochen.

Forderung: Sieben Prozent mehr Lohn

Seit Ende Juni fordert die NGG in den Tarifverhandlungen sieben Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten der Brauereien in Sachsen. Bisher sei von Seiten der Arbeitgeber jedoch kein konkretes Angebot vorgelegt worden, kritisiert die Gewerkschaft. „Die Kolleginnen und Kollegen haben genug gewartet. Ohne ein klares Signal der Arbeitgeber ist die Geduld nun am Ende“, so ein NGG-Sprecher vor Ort.

Streiks auch in Krostitz und weiteren Standorten geplant

Im Laufe des Tages sollen sich auch Beschäftigte weiterer Brauereien der Radeberger Gruppe an dem Warnstreik beteiligen – unter anderem in Krostitz nördlich von Leipzig. Dort wird mit einer ähnlich hohen Beteiligung gerechnet. Die Streikaktionen sollen vor allem den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen, endlich mit einem Angebot an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Die Radeberger Gruppe, zu der unter anderem bekannte Marken wie Sternburg, Ur-Krostitzer und Radeberger gehören, hat sich zu den laufenden Arbeitsniederlegungen bislang nicht öffentlich geäußert.

Gewerkschaft warnt vor weiterer Eskalation

Die NGG kündigte an, dass es weitere Streikmaßnahmen geben könnte, sollten die Arbeitgeber weiterhin untätig bleiben. „Wer gute Arbeit will, muss auch fair bezahlen. Gerade in einem arbeitsintensiven Bereich wie der Brauwirtschaft sind sieben Prozent angesichts von Inflation und steigenden Lebenshaltungskosten kein überzogener Anspruch“, betonte die Gewerkschaft.

Die nächste Verhandlungsrunde ist bislang noch nicht terminiert. Die Gewerkschaft fordert die Arbeitgeber auf, zeitnah einen verhandlungsfähigen Vorschlag zu unterbreiten, um eine Eskalation des Tarifkonflikts zu vermeiden.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Wacken Open Air eröffnet – Metal, Matsch und Moorgras

Next Post

Tierschützer kritisieren Indien wegen Elefantenflug nach Japan