Der Start ins neue Schuljahr 2025 wird für viele Familien spürbar teurer. Laut aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts sind die Preise für Schul- und Lehrbücher im Juni um 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen – und damit fast doppelt so stark wie die allgemeine Inflationsrate, die bei 2,0 Prozent liegt.
Lehrbücher als Kostentreiber
Besonders ins Gewicht fallen die gestiegenen Preise für Schul- und Lehrbücher. Diese Materialien sind für den Unterricht unverzichtbar, sodass Familien hier kaum sparen können. Vor allem bei mehreren Kindern summieren sich die Kosten schnell auf mehrere hundert Euro. Bildungsexperten und Verbraucherverbände warnen, dass der Preisanstieg für viele Haushalte zu einer erheblichen Zusatzbelastung wird – gerade in Zeiten, in denen ohnehin hohe Lebenshaltungskosten drücken.
Andere Schulmaterialien nur leicht teurer – aber Kosten summieren sich
Bei weiteren Materialien wie Schreib- und Bastelutensilien ist der Preisanstieg moderater:
-
Papierprodukte (Schulhefte, Zeichenblöcke): +0,3 Prozent
-
Schreib- und Zeichenmaterial: +1,7 Prozent
Auf den ersten Blick klingt das nach geringen Mehrkosten. Doch in der Summe – vor allem bei vollständigen Materiallisten für mehrere Kinder – können die Ausgaben für Eltern schnell dreistellig werden. Hinzu kommen Ranzen, Sportbekleidung und digitale Geräte, die in vielen Schulen inzwischen Standard sind.
Warum steigen die Preise so stark?
Die Gründe für die Preissteigerungen sind vielfältig:
-
Gestiegene Produktionskosten für Papier, Druck und Logistik
-
Allgemeiner Inflationsdruck in der Wirtschaft
-
Höhere Energiekosten, die auch Druckereien und Papierfabriken betreffen
Gerade bei Büchern wirkt sich die Entwicklung stärker aus, da sie im Gegensatz zu einfachen Heften oder Stiften komplexe Produktions- und Vertriebsprozesse haben.
Was können Eltern tun?
Experten raten, Preisvergleiche zu nutzen und wo möglich auf Secondhand-Angebote zurückzugreifen. Auch Tauschbörsen oder Förderprogramme können helfen, die Kosten zu senken.