Bundesbehörden haben in einem Lastwagen mit Gurkenladungen rund 700 Pfund (etwa 320 kg) Methamphetamin entdeckt. Die Drogen waren kunstvoll in Kartons mit frischem Gemüse versteckt. Zwei Männer – Andres Jasso Jr. (37) und Rufino Pineda-Perez (59) – wurden festgenommen. Ermittler gehen davon aus, dass das Duo die Paletten entladen und die Drogen extrahieren sollte.
Die Verpackung war so geschickt, dass die Meth-Pakete erst beim Auseinanderfalten der Kartons zum Vorschein kamen. Die Ladung war für den Weitertransport vorbereitet. Einer der beiden Festgenommenen, Pineda-Perez, ist ein mexikanischer Staatsbürger ohne Aufenthaltsrecht in den USA und wurde bereits zweimal wegen Drogendelikten abgeschoben.
Gemüse als Tarnung – gängige Schmuggelmethode
Der Fall ist kein Einzelfall: Schmuggler nutzen regelmäßig leicht verderbliche Lebensmittel wie Obst und Gemüse, um illegale Substanzen zu transportieren. Der Grund: Frische Ware wird nur flüchtig kontrolliert – sie verdirbt schnell, und jede Verzögerung kann wirtschaftlichen Schaden anrichten. Außerdem sind die Kosten für Obst und Gemüse im Verhältnis zum Verkaufswert der Drogen verschwindend gering.
„Es ist gängige Praxis, Drogen zwischen Lebensmittelladungen zu verstecken – von Avocados über Sellerie bis hin zu Käse“, erklärt Mike LaSusa vom Thinktank InSight Crime. Laut Analyse von 2019 ist das Schmuggeln in Lebensmittelcontainern so verbreitet, dass Ermittlungsbehörden inzwischen auch gezielt Speditionsfirmen unter die Lupe nehmen.
Käse, Bananen, Avocados: Die neue Drogenküche
Die Liste der missbrauchten Lebensmittel ist lang:
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2024 entdeckten Ermittler in Kolumbien 1,7 Tonnen Kokain in einer Avocado-Lieferung nach Portugal.
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In der Dominikanischen Republik wurden Ende 2024 bei einem Rekordfund 9,5 Tonnen Kokain unter Bananen für Europa versteckt.
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Auch Käse ist beliebt: An der US-Grenze wurden 18 Pfund Kokain in vier Käselaiben entdeckt – ein Schmuggeltrick, der laut Food & Wine in Italien besonders verbreitet ist.
Fazit:
Obst und Gemüse bleiben ein bevorzugtes Versteck für Schmuggler – schnell verderblich, unauffällig und wirtschaftlich. Doch wie der aktuelle Fund in Georgia zeigt, sind Ermittlungsbehörden zunehmend auf der Hut.