Stillstand statt Sommerausflug: Kaputte Weichen legen derzeit weite Teile des Bahnverkehrs in Oberbayern lahm. Wer von München ins Voralpenland möchte – oder von dort in die Landeshauptstadt –, braucht starke Nerven und viel Geduld.
Wie die Bayerische Regionalbahn (BRB) mitteilte, ist der Zugverkehr zwischen München Hauptbahnhof und Holzkirchen komplett eingestellt. Und ein schnelles Ende ist nicht in Sicht: Die Störung wird voraussichtlich noch bis Ende Juli andauern.
Besonders betroffen sind die beliebten BRB-Strecken in den Netzen Oberland und Chiemgau-Inntal. Pendler, Touristen und Ausflügler stranden, Ersatzverbindungen sind oft überfüllt. Auch die S-Bahn-Linie 3 ist in Mitleidenschaft gezogen.
Der Fahrgastverband Pro Bahn sprach bereits von einem „GAU“ für die Region: „Wenn wichtige Knotenpunkte wegfallen, bricht für viele Menschen der Anschluss an die Landeshauptstadt weg“, so ein Sprecher.
Für viele Reisende bleibt nur die Hoffnung auf Busse, Auto oder Fahrrad – oder viel Geduld im Schienenersatzverkehr. Und für die Verantwortlichen die Herausforderung: Wie lange kann man ein Nadelöhr für eine ganze Region lahmlegen, ohne dass der Frust überkocht?