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Flammen über Berlin: Großbrand auf Hochhausbaustelle gelöscht

wal_172619 (CC0), Pixabay

Eine riesige Rauchsäule über der Hauptstadt, Detonationen im Minutentakt, Druckwellen bis in benachbarte Häuser: Ein Brand auf einer Hochhausbaustelle hat Berlin am Montagmorgen in Atem gehalten.

Gegen 8:26 Uhr rückten rund 100 Feuerwehrleute zum Einsatz an die Ecke Kurfürstenstraße/Schillstraße aus. Auf dem Dach des 17-stöckigen „John-Jahr-Hauses“, einem 115-Millionen-Euro-Neubau an Stelle des früheren „Constanze-Pressehauses“, war ein Feuer ausgebrochen. Augenzeugen berichteten von lauten Explosionen – ausgelöst durch detonierende Dachpappe, so die Feuerwehr.

Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig: Normale Drehleitern reichten nicht bis an das Dach, erst ein Spezialfahrzeug und der Einsatz im Inneren machten es möglich, die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Teile des brennenden Dachs fielen auf das Baugerüst, so dass auch darunter Brände ausbrachen.

Verletzt wurde glücklicherweise niemand, doch die Kurfürstenstraße musste zwischen Keithstraße und An der Urania in beide Richtungen gesperrt werden. Auch nach dem Löschen spritzten die Einsatzkräfte weiter Wasser an die Fassade – aus Sorge, dass sich Glutnester in den Betonteilen halten könnten.

Wie genau das Feuer ausbrach, ist noch unklar. Wahrscheinlich gerieten brennbare Baustoffe in Brand. Die Ermittlungen zur Ursache laufen. Für die Berliner bleibt nur die Erleichterung: Ein noch größerer Schaden konnte verhindert werden – doch das Bild der schwarzen Rauchwolke über Tiergarten wird so schnell wohl niemand vergessen.

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