Aktenzeichen 3601 IN 1529/25 & 3601 IN 3553/25
Mit gleich zwei Beschlüssen vom 27. Juni 2025 hat das Amtsgericht Charlottenburg endgültig über die finanziellen Schicksale der LESHI Bau GmbH entschieden. Das Bauunternehmen mit Sitz in der Bergholzstraße 8 in Berlin, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 187103 und vertreten durch den Geschäftsführer Ilir Nezaj, hatte in jüngster Vergangenheit mehrfach mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen, die schließlich in mehrere Insolvenzanträge mündeten.
Doch die bittere Wahrheit hat sich nun in aller Deutlichkeit gezeigt: Weder im Verfahren mit dem Aktenzeichen 3601 IN 1529/25 noch im parallel laufenden Verfahren 3601 IN 3553/25 konnte eine die Kosten des Insolvenzverfahrens deckende Masse festgestellt werden. In beiden Fällen wies das Gericht die Anträge der antragstellenden Gläubiger auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens mangels Masse ab.
Für die LESHI Bau GmbH bedeutet dieser Schritt das endgültige Aus. Es fehlen schlicht die Mittel, um ein geregeltes Verfahren zu führen und die Gläubiger zumindest teilweise zu befriedigen. Mit dieser Entscheidung bleiben die Gläubiger auf ihren offenen Forderungen sitzen – eine Aussicht, die für viele Handwerksbetriebe, Subunternehmer und Lieferanten schmerzhaft sein dürfte.
Die klare Konsequenz aus den Abweisungen: Der Geschäftsbetrieb ist nicht mehr zu retten, eine Sanierung oder ein geregelter Abverkauf der Vermögensgegenstände wird nicht stattfinden. Damit wird die LESHI Bau GmbH aus dem Wirtschaftsleben verschwinden – zurück bleiben offene Baustellen, unbezahlte Rechnungen und zahlreiche Fragezeichen für jene, die dem Unternehmen ihr Vertrauen geschenkt haben.
Wer gegen die Entscheidungen vorgehen möchte, dem steht die sofortige Beschwerde offen, die innerhalb einer Notfrist von zwei Wochen beim Amtsgericht Charlottenburg eingelegt werden kann. Doch auch hier wird kaum Hoffnung bleiben: Ohne Masse gibt es nichts zu verteilen.
So endet die LESHI Bau GmbH – ein weiteres Beispiel dafür, wie schnell ambitionierte Pläne im Baugewerbe an der harten Realität finanzieller Engpässe scheitern können.
Amtsgericht Charlottenburg – Insolvenzgericht
27. Juni 2025