Die Los Angeles Lakers, eines der bekanntesten und erfolgreichsten Teams der NBA, wechseln den Besitzer. Die Buss-Familie, die den Club seit 1979 kontrollierte, verkauft ihren Mehrheitsanteil an Mark Walter, den Milliardär und Eigentümer der Los Angeles Dodgers. Der Deal bewertet die Franchise mit beeindruckenden 10 Milliarden Dollar – ein Rekord im US-Profisport.
Wie USA TODAY Sports berichtet, bleibt Jeanie Buss, 63, vorerst als Gouverneurin des Teams im Amt. Diese Übergangsregelung dient der Nachlassplanung innerhalb der Familie und erinnert an die kürzliche Übergabe der Boston Celtics durch Wyc Grousbeck.
Walter, CEO von TWG Global, ist in der Sportwelt kein Unbekannter. Neben den Dodgers besitzt er Anteile an den LA Sparks (WNBA), der Billie Jean King Cup, dem Cadillac F1-Team und der Professional Women’s Hockey League. Bereits 2021 hatte er eine 27%-Beteiligung an den Lakers erworben – mit einem Vorkaufsrecht auf eine Mehrheitsbeteiligung.
Der Kaufpreis übertrifft deutlich die zuletzt von Forbes geschätzte Bewertung der Lakers von 7,1 Milliarden Dollar. Damit bricht Walter auch den bisherigen Rekordverkauf der Celtics von 6,1 Milliarden Dollar.
NBA-Legende Magic Johnson, selbst Teil von Walters Dodgers-Investmentgruppe, begrüßte den Deal enthusiastisch: „Lakers-Fans sollten begeistert sein. Mark Walter ist ehrgeizig, gewissenhaft und wird alles investieren, um zu gewinnen.“
Die Lakers, 18-facher NBA-Champion, bleiben so in den Händen eines engagierten und sportbegeisterten Investors. Die Ära der Buss-Familie, die mit dem Kauf durch Jerry Buss 1979 begann, endet damit nach fast einem halben Jahrhundert – mit dem bislang teuersten Verkauf einer US-Sportfranchise.