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Joe Biden

GDJ (CC0), Pixabay

Der ehemalige US-Präsident Joe Biden wurde mit einer aggressiven Form von Prostatakrebs diagnostiziert. Dies teilte ein Sprecher am Sonntag, den 18. Mai, mit. Die Diagnose erfolgte bereits am 16. Mai. Laut der Stellungnahme handelt es sich um Krebs mit einem Gleason-Score von 9 (Gradgruppe 5), der bereits auf die Knochen metastasiert ist, jedoch hormonempfindlich zu sein scheint. Biden und seine Familie prüfen derzeit die Behandlungsmöglichkeiten mit seinen Ärzten.

Prostatakrebs ist die zweithäufigste Krebsart bei Männern und betrifft etwa jeden achten Mann in den USA, so die American Cancer Society. Das Nationale Krebsinstitut schätzt, dass Prostatakrebs etwa 15,4 % aller Krebsfälle ausmacht. Für das Jahr 2025 werden rund 313.780 neue Fälle erwartet. Experten wie Dr. Samuel Haywood, ein Urologe, betonen, dass viele Männer ungern über gesundheitliche Probleme sprechen, was die Erkennung erschweren kann.

Etwa 12,9 % der Männer werden im Laufe ihres Lebens mit Prostatakrebs diagnostiziert. Im Jahr 2022 lebten schätzungsweise 3.518.978 Männer in den USA mit dieser Erkrankung.

Typische Symptome von Prostatakrebs können häufiges oder dringendes Wasserlassen, insbesondere nachts, schwacher oder unterbrochener Harnfluss, Schmerzen beim Wasserlassen oder Ejakulieren, Blut im Urin oder Sperma sowie Schmerzen im unteren Rücken, in der Hüfte oder Brust sein.

Der Gleason-Score gibt die Aggressivität des Krebses an. Die Skala reicht von zwei bis zehn, wobei Werte unter fünf nicht als Krebs gelten. Ein Wert von zehn bedeutet, dass der Krebs schnell wächst. Pathologen bestimmen den Wert anhand biopsierter Zellen und bewerten diese auf einer Skala von eins bis fünf. Die Summe der beiden häufigsten Grad ergibt den Gleason-Score.

Die Prognose bei Prostatakrebs hängt vom Stadium ab. Nicht metastasierter Prostatakrebs hat eine relative Fünf-Jahres-Überlebensrate von 97,9 %, während metastasierter Krebs nur eine Überlebensrate von etwa 37 % aufweist. Mögliche Behandlungen umfassen Operation, Strahlentherapie, Hormontherapie, Chemotherapie und Immuntherapie. Bei frühen Stadien kann auch eine aktive Überwachung gewählt werden. Eine Studie aus dem Jahr 2023 zeigte, dass Männer, die diese abwartende Strategie wählten, kein erhöhtes Sterberisiko hatten im Vergleich zu denen, die sich für Operation oder Strahlentherapie entschieden.

Zu den prominenten Persönlichkeiten, die an Prostatakrebs erkrankt sind, gehören Robert De Niro, Ian McKellen, Colin Powell, John Kerry und Jerry Brown. An den Folgen der Krankheit starben unter anderem Dennis Hopper, Gary Cooper und François Mitterrand.

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