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Apple zahlt 95 Millionen Dollar für unrechtmäßiges Mithören durch Siri – Wie Betroffene entschädigt werden können

mcmurryjulie (CC0), Pixabay

Apple hat sich mit einer Sammelklage über 95 Millionen Dollar geeinigt, nachdem Vorwürfe laut wurden, dass die Sprachassistentin Siri private Gespräche von Nutzern ohne deren Zustimmung aufgezeichnet und an Dritte weitergegeben hat. Die Einigung betrifft Nutzer von Siri-fähigen Geräten in den USA, die zwischen dem 17. September 2014 und dem 31. Dezember 2024 eines dieser Geräte besaßen oder nutzten.

Hintergrund der Klage

Die Klage wurde 2019 eingereicht, nachdem bekannt wurde, dass Siri häufig unbeabsichtigt aktiviert wurde und dabei private Gespräche aufzeichnete. Ein Whistleblower hatte damals berichtet, dass Auftragsnehmer von Apple Zugriff auf diese Gespräche hatten, was Besorgnis über den Datenschutz und die Privatsphäre der Nutzer aufwarf. Besonders problematisch war, dass in einigen Fällen auch sensible private Informationen wie medizinische Gespräche unabsichtlich aufgezeichnet wurden. Obwohl Apple die Praxis nach Bekanntwerden sofort einstellte und sich entschuldigte, behauptete das Unternehmen, dass keine Aufnahmen zu Werbezwecken genutzt wurden.

Wer kann entschädigt werden?

Die Einigung betrifft alle Nutzer, die zwischen dem 17. September 2014 und dem 31. Dezember 2024 ein Siri-fähiges Gerät besaßen, bei dem Siri unbeabsichtigt während eines privaten Gesprächs aktiviert wurde. Zu den betroffenen Geräten zählen iPhones, iPads, Apple Watches, Macs, HomePods, iPod Touches und Apple TVs.

Für berechtigte Nutzer gibt es eine finanzielle Entschädigung von bis zu 20 Dollar pro Gerät, wobei maximal fünf Geräte berücksichtigt werden können. Das bedeutet, dass betroffene Nutzer bis zu 100 Dollar als Entschädigung erhalten können, abhängig von der Anzahl der Geräte, die sie besitzen und die betroffen sind.

Wie können betroffene Nutzer einen Anspruch geltend machen?

Betroffene Nutzer müssen ihren Anspruch bis zum 2. Juli 2025 über eine spezielle Website einreichen. Auf der Webseite www.lopezvoiceassistantsettlement.com können Ansprüche eingereicht werden. Für die Einreichung sind keine Kaufbelege erforderlich, jedoch müssen die Geräteinformationen angegeben werden, um zu bestätigen, dass Siri unbeabsichtigt aktiviert wurde.

Es ist wichtig zu beachten, dass die endgültige Genehmigung der Einigung durch das Gericht voraussichtlich am 1. August 2025 erfolgen wird. Bis dahin können betroffene Nutzer ihre Ansprüche einreichen.

Fazit

Apple hat sich mit einer Sammelklage über 95 Millionen Dollar geeinigt, nachdem Siri unrechtmäßig private Gespräche aufgezeichnet hatte. Nutzer von Siri-fähigen Geräten, die zwischen 2014 und 2024 betroffen waren, können einen Teil der Entschädigung erhalten, indem sie bis zum 2. Juli 2025 ihren Anspruch einreichen. Auch wenn Apple Fehlverhalten bestreitet, können berechtigte Nutzer durch diese Einigung eine Entschädigung erhalten und die Verantwortung für den Vorfall bleibt nicht unbeachtet.

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