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Papst Franziskus ist tot: Weltreligionen trauern um einen Papst der Verständigung

geralt (CC0), Pixabay

Am Ostermontag ist Papst Franziskus im Alter von 88 Jahren gestorben. Menschen vieler Religionen trauern gemeinsam um den Papst, der sich stark für Frieden, Dialog und Menschlichkeit eingesetzt hat.

Ein Papst für alle

Papst Franziskus war seit 2013 das Oberhaupt der katholischen Kirche und damit geistlicher Führer für fast 1,4 Milliarden Menschen weltweit. Doch er war auch ein Brückenbauer zwischen Religionen. Er traf sich mit Juden, Muslimen, Buddhisten und sogar Atheisten und warb für gegenseitigen Respekt.

Ein berühmtes Zitat von ihm:
„Alle Religionen sind Wege zu Gott – wie verschiedene Sprachen, die das Göttliche ausdrücken.“

Jüdische Stimmen: Dank für enge Freundschaft

Der israelische Präsident Isaac Herzog würdigte Papst Franziskus als jemanden, der sich für gute Beziehungen zwischen Juden und Christen eingesetzt hat. Der Papst besuchte unter anderem Israel, die Synagoge in Rom und das frühere Konzentrationslager Auschwitz.

Der Rabbiner Noam Marans sagte, Franziskus habe mit Blicken, Wärme und Handschlag Vertrauen und Nähe geschaffen – auch bei schwierigen Themen wie Antisemitismus.

Muslimische Welt: „Ein wahrer Friedensbotschafter“

Auch viele Muslime erinnern sich positiv an Franziskus. 2019 war er der erste Papst, der die Arabische Halbinsel besuchte. Später reiste er auch in den Irak. Dort hörte er sich Geschichten von Muslimen und Christen an, die unter der Herrschaft des IS gelitten hatten.

In Indonesien, dem Land mit der größten muslimischen Bevölkerung, wurde Franziskus als „wahrer Friedensbotschafter“ bezeichnet. Besonders seine Freundschaft mit dem Großimam der Al-Azhar-Moschee in Ägypten wurde hervorgehoben.

Buddhisten und Dalai Lama trauern

Der Dalai Lama lobte Papst Franziskus als bescheidenen und mitfühlenden Menschen, der sich für eine bessere Welt einsetzte. Auch viele buddhistische Gruppen, besonders in Thailand, würdigten ihn für seinen Einsatz für Frieden und Zusammenarbeit.

Auch Atheisten sagen Danke

Sogar viele Nicht-Gläubige schätzten Papst Franziskus. Er war der erste Papst, der öffentlich sagte, dass auch Atheisten „erlöst“ werden können. Der Autor Dale McGowan, ein Humanist, sagte:
„Er sprach über Dinge, die allen wichtig sind – wie Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit.“

Fazit

Papst Franziskus war mehr als nur das Oberhaupt der katholischen Kirche. Er war ein Botschafter der Menschlichkeit, der Menschen verschiedenster Glaubensrichtungen und Weltanschauungen zusammengebracht hat. Sein Tod ist ein Verlust für viele – weit über die Grenzen des Christentums hinaus.

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