Nach über drei Jahren Krieg hat der russische Präsident Wladimir Putin erklärt, dass er bereit für direkte Gespräche mit der Ukraine sei. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt, er sei offen für Verhandlungen – vor allem, um Angriffe auf Zivilisten zu stoppen.
Erste Friedensgespräche seit Jahren möglich
Seit dem russischen Angriff im Februar 2022 haben keine direkten Gespräche mehr zwischen Russland und der Ukraine stattgefunden. Jetzt könnte sich das ändern. Putin sagte im russischen Fernsehen, dass Russland immer offen für Friedensvorschläge gewesen sei. Er hoffe, dass die Ukraine das genauso sehe.
Ein Sprecher des Kreml erklärte später: Putin habe damit gemeint, dass es auch direkte Gespräche geben könnte – besonders über das Thema zivile Ziele. In den vergangenen Wochen hatte es immer wieder Angriffe auf Wohnhäuser, Krankenhäuser und andere zivile Orte gegeben.
USA drohen mit Rückzug aus Friedensgesprächen
Die USA haben beide Seiten zu Fortschritten gedrängt. Präsident Donald Trump und Außenminister Marco Rubio warnten, dass sich die USA aus den Friedensverhandlungen zurückziehen könnten, wenn sich nichts bewege.
Trump sagte am Sonntag jedoch, er hoffe auf eine Einigung „diese Woche“. In London sollen in den kommenden Tagen neue Gespräche stattfinden. Dort trifft sich die Ukraine mit Vertretern aus den USA und Europa. Schon letzte Woche gab es ein erstes Treffen in Paris.
Ostern: Waffenruhe gebrochen
Am Osterwochenende hatte Russland eine 30-stündige Waffenruhe ausgerufen. Beide Seiten beschuldigten sich jedoch, diese gebrochen zu haben. Danach nahmen die Kämpfe sofort wieder zu.
Selenskyj betonte in einer Videoansprache, dass die Ukraine keine zivilen Ziele angreifen wolle und auf Moskaus Antwort warte. Er sagte: „Wir sind bereit, über Wege zu sprechen, wie man das erreichen kann.“
Laut Selenskyj sei das Ziel der Gespräche in London ein bedingungsloser Waffenstillstand. Das soll die Grundlage für einen dauerhaften Frieden sein.
Russische Forderungen weiterhin ein Problem
Ein großes Hindernis bleibt: Russland verlangt, dass die Ukraine alle von Putin beanspruchten Gebiete abgibt und neutral bleibt – also keinem Militärbündnis wie der NATO beitritt. Für die Ukraine wäre das ein Verzicht auf Verteidigung und kommt einer Kapitulation gleich.
Ob es in den kommenden Tagen zu echten Verhandlungen kommt, ist noch offen. Doch der internationale Druck wächst – und die Hoffnung auf eine Wende ist da.