Für viele Haushalte in Deutschland fällt der Rückblick auf die vergangene Heizsaison ernüchternd aus: Laut einer aktuellen Auswertung des Vergleichsportals Verivox sind die Heizkosten für Gaskund:innen um rund 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Gründe: kältere Temperaturen und höhere Energiepreise.
Gasheizungen spürbar teurer
Trotz leichter Marktentspannung bei den Großhandelspreisen mussten private Haushalte mit Gasheizung deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die Kombination aus längerer Heizdauer und gestiegenen Grundkosten sorgte laut Verivox dafür, dass der Heizaufwand im Schnitt ein Viertel teurer wurde als im Vorjahr.
Für Verbraucher:innen bedeutet das: Selbst mit einem sparsamen Heizverhalten war es in vielen Regionen nicht möglich, Kosten auf Vorjahresniveau zu halten.
Heizöl: Uneinigkeit über tatsächliche Kostenentwicklung
Auch für Heizölkunden stiegen die Kosten – allerdings deutlich moderater. Verivox geht von rund einem Prozent Mehrkosten im Vergleich zur letzten Saison aus. Der Heizöl-Marktplatz HeizOel24 hingegen prognostiziert, dass gleichbleibende bis leicht sinkende Kosten möglich seien – je nach Einkaufszeitpunkt und Region.
Energie sparen bleibt oberstes Gebot
Angesichts dieser Entwicklungen bleibt das Thema Energieeffizienz weiterhin im Fokus. Verbraucherzentralen empfehlen unter anderem:
- Raumtemperatur absenken (1 Grad weniger = bis zu 6 % Ersparnis),
- Heizkörper regelmäßig entlüften,
- Thermostate korrekt einstellen,
- und mittelfristig über Modernisierungen oder Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme nachzudenken.
Fazit
Die vergangene Heizperiode war für viele deutlich teurer – besonders für Gaskunden. Auch wenn die Energiepreise am Markt nicht mehr auf Krisenniveau liegen, machen sich Wetter und Verbrauchsverhalten massiv im Geldbeutel bemerkbar. Für die kommende Saison gilt daher mehr denn je: Sparpotenziale ausschöpfen, staatliche Förderungen prüfen und langfristig klimafreundlich investieren.