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Mann in Washington, D.C. wegen Schuss auf Gärtner verurteilt – Streit um Laub eskaliert

Daniel_B_photos (CC0), Pixabay

Eine Jury in Washington, D.C., hat einen 52-jährigen Mann für schuldig befunden, im Jahr 2020 einen Gärtner angeschossen zu haben, weil dieser bei der Arbeit Laub in Richtung seines Grundstücks geblasen hatte. Laut Angaben des US-Justizministeriums wurde der Mann, Lawrence Murphy, wegen schwerer Körperverletzung sowie mehrerer Waffenvergehen verurteilt.

Der Vorfall ereignete sich am 31. März 2020, als der Gärtner laut Polizeiangaben damit beschäftigt war, einen Hinterhof von Laub und anderen Gartenabfällen zu befreien. Murphy fühlte sich offenbar gestört, weil er meinte, dass das Laub auf sein Grundstück geweht werde. Er forderte den Gärtner auf, das zu unterlassen, und drohte ihm mit dem Tod, sollte er weitermachen.

Trotz der Drohung entgegnete der Gärtner, der Wind würde sich um eventuell verwehtes Laub kümmern. Daraufhin zog Murphy laut Gerichtsdokumenten eine dunkle Revolverwaffe und schoss auf den Mann, wobei er dessen Handgelenk verletzte. Ein Augenzeuge berichtete von einem lauten Knall und sah den Verletzten kurz darauf, wie er sich den Unterarm hielt.

Der Gärtner konnte medizinisch versorgt werden – die Verletzung war nicht lebensbedrohlich. Die Polizei verhaftete Murphy noch am selben Abend. Zahlreiche Zeugenaussagen halfen bei der schnellen Identifizierung des Täters.

Das Urteil der Jury umfasst mehrere Anklagepunkte: schwere Körperverletzung, Besitz einer Schusswaffe bei einer Gewalttat, unerlaubter Waffenbesitz, Besitz einer nicht registrierten Waffe und unerlaubter Munitionsbesitz. Murphy war bereits 2002 wegen eines ähnlichen Vorfalls – gefährliche Körperverletzung mit einer Waffe – verurteilt worden.

Die Urteilsverkündung durch Richterin Jennifer Di Toro ist für den 9. Juni angesetzt. Murphys Anwalt, Alvin Thomas Jr., äußerte sich bisher nicht zum Fall.

Der Vorfall ist Teil einer besorgniserregenden Serie von Gewaltakten in den USA, bei denen alltägliche Konflikte eskalieren. In einem separaten Fall wurde im Juni 2022 in Washington ein weiterer Landschaftspfleger, Jason Ford, tödlich angeschossen – offenbar aus Ärger über Grasschnitt auf einem Auto. Und auch in anderen Bundesstaaten gab es ähnliche Gewalttaten, darunter ein tödlicher Streit in einem Bus in Miami-Dade und ein Fall in Georgia, bei dem Jugendliche einen Busfahrer erschossen, weil sie den Fahrpreis nicht zahlen wollten.

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