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Windpark Meyenburg Nord erneut mit Verlust: Negatives Kapitalkonto wächst auf fast 20.000 Euro

Shutterbug75 (CC0), Pixabay

Die Windpark Meyenburg Nord GmbH & Co. KG hat auch 2025 einen Verlust ausgewiesen. Der Jahresfehlbetrag beträgt 11.324,11 Euro. Bereits 2024 hatte die Gesellschaft mit 11.459,11 Euro rote Zahlen geschrieben.

Damit wächst der aufgelaufene Verlust weiter: Der Verlustvortrag liegt zum Jahresende bei 18.494,77 Euro, während das Kommanditkapital lediglich 10.000 Euro beträgt.

In der Bilanz erscheint deshalb ein nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil der Kommanditisten von 19.818,88 Euro.

Bemerkenswert ist zugleich, wie klein die Bilanz der Gesellschaft noch ist. Die Bilanzsumme beträgt Ende 2025 lediglich 36.908,07 Euro. Anlagevermögen wird in der vorliegenden Bilanz überhaupt nicht ausgewiesen.

Zweites Verlustjahr in Folge

2025 erwirtschaftete die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag von 11.324,11 Euro.

Im Vorjahr waren es 11.459,11 Euro.

Damit hat sich der jährliche Verlust zwar geringfügig um rund 135 Euro reduziert. An der grundsätzlichen Entwicklung ändert dies jedoch wenig: Die Gesellschaft schreibt weiterhin rote Zahlen.

Der Verlustvortrag erhöhte sich entsprechend von 7.035,66 Euro auf 18.494,77 Euro.

Zusammen mit dem aktuellen Jahresfehlbetrag summieren sich die aufgelaufenen Verluste damit auf 29.818,88 Euro.

Dem steht ein Kapitalkonto von lediglich 10.000 Euro gegenüber.

Rechnerisch ergibt sich daraus der negative Saldo von 19.818,88 Euro.

Nicht gedeckter Verlustanteil mehr als verdoppelt

Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung beim „nicht durch Vermögenseinlagen gedeckten Verlustanteil von Kommanditisten“.

Ende 2024 lag dieser noch bei 8.494,77 Euro.

Zum 31. Dezember 2025 sind es bereits 19.818,88 Euro.

Der Betrag hat sich damit innerhalb eines Jahres um 11.324,11 Euro erhöht – exakt in Höhe des Jahresfehlbetrags 2025.

Das entspricht einem Anstieg um rund 133 Prozent.

Die ausgewiesenen Verluste übersteigen damit das Kommanditkapital inzwischen deutlich.

Dieser bilanzielle Befund sollte allerdings nicht mit einer Feststellung von Zahlungsunfähigkeit oder einer insolvenzrechtlichen Überschuldung gleichgesetzt werden. Dafür reichen die vorliegenden Angaben nicht aus.

Anders als beim Jahresabschluss des Windparks Appel Grauen enthält der hier vorgelegte Ausschnitt zudem keine ausdrückliche Erklärung der Geschäftsführung zur Fortführungsannahme oder zur bilanziellen Überschuldung.

Nur rund 15.600 Euro Bankguthaben

Auch die Liquiditätsposition ist überschaubar.

Zum Jahresende 2025 weist die Gesellschaft 15.618,34 Euro Guthaben bei Kreditinstituten aus.

Ende 2024 waren es noch 18.394,89 Euro.

Das Bankguthaben ist damit innerhalb eines Jahres um 2.776,55 Euro beziehungsweise rund 15 Prozent zurückgegangen.

Hinzu kommen sonstige Vermögensgegenstände von 1.470,85 Euro.

An dieser Stelle fällt allerdings eine Besonderheit der vorliegenden Bilanzdarstellung auf: Als Zwischensumme des Umlaufvermögens werden 15.618,34 Euro ausgewiesen – derselbe Betrag wie beim Bankguthaben –, obwohl zusätzlich sonstige Vermögensgegenstände von 1.470,85 Euro genannt werden.

Die gesamte Bilanzsumme von 36.908,07 Euro lässt sich dagegen unter Einbeziehung des nicht durch Vermögenseinlagen gedeckten Verlustanteils sowie der genannten Vermögenspositionen nachvollziehen.

Eine weitergehende Erklärung für die Darstellung enthält der vorgelegte Ausschnitt nicht.

Kein Anlagevermögen ausgewiesen

Noch bemerkenswerter ist eine andere Position – beziehungsweise deren Fehlen.

Die Bilanz enthält auf der Aktivseite kein ausgewiesenes Anlagevermögen.

Aufgeführt werden lediglich Umlaufvermögen sowie der nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Verlustanteil der Kommanditisten.

Das ist für eine Gesellschaft mit dem Namen „Windpark Meyenburg Nord“ ein wichtiger Punkt.

Aus dem Firmennamen allein darf nicht geschlossen werden, dass die Gesellschaft bereits Windenergieanlagen besitzt oder einen operativen Windpark betreibt.

Der vorliegende Jahresabschlussausschnitt weist jedenfalls weder technische Anlagen und Maschinen noch Anlagen im Bau oder geleistete Anzahlungen als Anlagevermögen aus.

Über den konkreten Entwicklungsstand eines möglichen Windparkprojekts lässt sich deshalb auf Basis dieser Zahlen keine belastbare Aussage treffen.

Bilanzsumme steigt um rund 30 Prozent

Die Bilanzsumme erhöhte sich von 28.301,61 Euro auf 36.908,07 Euro.

Das entspricht einem Zuwachs von rund 8.606 Euro beziehungsweise 30 Prozent.

Dieser Anstieg bedeutet allerdings nicht, dass sich das operative Vermögen entsprechend vergrößert hätte.

Ein wesentlicher Grund für die höhere Aktivseite ist vielmehr der gestiegene nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Verlustanteil.

Dieser erhöhte sich um 11.324 Euro.

Das tatsächliche Bankguthaben ging dagegen zurück.

Finanzierung durch verbundenes Unternehmen steigt

Auf der Passivseite sind neben den kleinen Rückstellungen ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Diese erhöhten sich von 23.722,77 Euro auf 33.904,21 Euro.

Das entspricht einem Anstieg um 10.181,44 Euro beziehungsweise rund 43 Prozent.

Damit stammen rechnerisch knapp 92 Prozent der gesamten Passivseite aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die Gesellschaft ist bilanziell somit in erheblichem Maße über ihren Unternehmensverbund finanziert.

Aus dem vorgelegten Abschlussausschnitt geht allerdings nicht hervor, gegenüber welchem konkreten verbundenen Unternehmen diese Verbindlichkeiten bestehen, welche Laufzeiten vereinbart wurden oder ob besondere Finanzierungszusagen vorliegen.

Rückstellungen gehen zurück

Die sonstigen Rückstellungen reduzierten sich dagegen.

Ende 2024 waren 4.578,84 Euro ausgewiesen.

Zum Jahresende 2025 sind es noch 3.003,86 Euro.

Das entspricht einem Rückgang um rund 1.575 Euro beziehungsweise etwa 34 Prozent.

Wofür diese Rückstellungen konkret gebildet wurden, lässt sich aus den vorliegenden Angaben nicht entnehmen.

Keine Bankkredite ausgewiesen

Bemerkenswert ist außerdem, was auf der Passivseite nicht erscheint.

Es werden keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen.

Ebenso fehlen in dem vorgelegten Ausschnitt Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die einzigen ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass die Gesellschaft wirtschaftlich schuldenfrei oder finanziell unabhängig wäre.

Im Gegenteil: Die 33.904 Euro Konzernverbindlichkeiten übersteigen das vorhandene Bankguthaben von 15.618 Euro deutlich.

Was die Zahlen nicht verraten

Bei diesem Jahresabschluss ist besonders wichtig, die Grenzen der verfügbaren Informationen zu beachten.

Der vorgelegte Ausschnitt enthält keine Gewinn- und Verlustrechnung mit einer Aufschlüsselung der Aufwendungen und möglichen Erträge.

Deshalb lässt sich nicht erkennen, wodurch der Jahresfehlbetrag von 11.324 Euro entstanden ist.

Ebenso fehlen Angaben zum konkreten Projektstatus.

Aus den Zahlen lässt sich deshalb nicht beantworten, ob sich ein Windpark in Planung befindet, Genehmigungsverfahren laufen, Flächen gesichert wurden oder welche Investitionen künftig vorgesehen sind.

Auch über mögliche Gesellschafter, Konzernzugehörigkeiten oder Finanzierungszusagen enthält der vorgelegte Ausschnitt keine Angaben.

Jahresabschluss im Mai 2026 festgestellt

Fest steht dagegen, dass die Gesellschafterversammlung den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2025 am 18. Mai 2026 festgestellt hat.

Damit waren die ausgewiesenen Zahlen zu diesem Zeitpunkt von der Gesellschaft formal festgestellt.

Fazit: Verluste wachsen – operatives Windparkvermögen nicht erkennbar

Der Jahresabschluss 2025 der Windpark Meyenburg Nord GmbH & Co. KG zeigt eine sehr kleine Gesellschaft mit einer Bilanzsumme von lediglich rund 36.900 Euro.

Besonders auffällig ist die Kapitalentwicklung.

Nach einem Verlust von rund 11.459 Euro im Jahr 2024 folgt 2025 erneut ein Fehlbetrag von 11.324 Euro. Dadurch wächst der nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Verlustanteil der Kommanditisten von rund 8.495 Euro auf 19.819 Euro.

Gleichzeitig sinkt das Bankguthaben auf rund 15.618 Euro, während die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 43 Prozent auf 33.904 Euro steigen.

Die Gesellschaft ist damit bilanziell stark von der Finanzierung innerhalb ihres Unternehmensverbunds abhängig.

Mindestens ebenso interessant ist jedoch das, was die Bilanz nicht zeigt: Anlagevermögen wird überhaupt nicht ausgewiesen.

Trotz des Firmennamens „Windpark Meyenburg Nord“ lässt sich aus dem vorliegenden Abschluss daher nicht feststellen, dass bereits ein fertiger Windpark oder Windenergieanlagen zum Vermögen der Gesellschaft gehören.

Für die weitere Beurteilung wären deshalb vor allem drei Informationen entscheidend: In welcher Projektphase befindet sich Meyenburg Nord, woraus entstehen die laufenden Verluste und wie soll die weitere Projektentwicklung finanziert werden?

Antworten darauf liefert der vorgelegte Jahresabschlussausschnitt nicht.

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