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HempAge AG lädt zur Hauptversammlung: Verlust von knapp 190.000 Euro belastet Bilanz

geralt (CC0), Pixabay

Die Aktionäre der HempAge AG erhalten im November Gelegenheit, sich ein Bild von der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens zu machen.

Die ordentliche Hauptversammlung findet am 10. November 2026 um 10 Uhr in den Geschäftsräumen der Gesellschaft in der Industriestraße 14 in Adelsdorf statt.

Auf der Tagesordnung stehen neben dem Jahresabschluss insbesondere der Bericht des Vorstandes zur aktuellen Lage sowie mehrere Abstimmungen.

Verlust von knapp 190.000 Euro

Besondere Aufmerksamkeit dürfte Tagesordnungspunkt 3 erhalten.

Nach der veröffentlichten Einladung entstand ein Vorjahresverlust in Höhe von 189.619,79 Euro. Dadurch verringerte sich der kumulierte Bilanzgewinn auf 421.096,21 Euro.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Verlust beziehungsweise den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Eine Ausschüttung an die Aktionäre ist in dem veröffentlichten Vorschlag zur Ergebnisverwendung damit nicht vorgesehen.

Für Anteilseigner dürfte deshalb vor allem interessant sein, wie der Vorstand die Geschäftsentwicklung des vergangenen Jahres erklärt und welche Erwartungen er für die weitere Entwicklung der Gesellschaft hat.

Vorstand soll über aktuelle Lage berichten

Ein eigener Tagesordnungspunkt ist dem Bericht des Vorstandes zum Geschäftsjahr 2025 und zur aktuellen Situation des Unternehmens gewidmet.

Damit könnte die Hauptversammlung für Aktionäre Gelegenheit bieten, nähere Informationen darüber zu erhalten, welche Faktoren zum Jahresverlust beigetragen haben und wie sich das operative Geschäft derzeit entwickelt.

Die vorliegende Einladung selbst enthält dazu noch keine detaillierten Erläuterungen.

Entsprechend interessant dürfte die Aussprache auf der Hauptversammlung werden.

Entlastung für Vorstand Robert Hertel vorgeschlagen

Die Aktionäre sollen außerdem über die Entlastung des Vorstandes abstimmen.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, Robert Hertel für seine bisherige Tätigkeit Entlastung zu erteilen.

Mit einer Entlastungsentscheidung billigt die Hauptversammlung grundsätzlich die Geschäftsführung für den betreffenden Zeitraum. Sie ist jedoch nicht mit einem vollständigen Verzicht auf sämtliche denkbaren Ansprüche gegen Organmitglieder gleichzusetzen.

Auch Aufsichtsrat steht zur Abstimmung

Separat abgestimmt werden soll über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrates.

Zur Abstimmung stehen der Aufsichtsratsvorsitzende Stefan Mörtel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Klaus-Jürgen Wilde und Bernd Hausmann.

Für alle drei Mitglieder schlagen Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung vor.

Aktionäre können Fragen stellen

Unter dem Tagesordnungspunkt „Sonstiges“ ist ausdrücklich eine Aussprache zwischen den Aktionären vorgesehen.

Gerade angesichts des ausgewiesenen Verlusts könnten dabei Fragen zur wirtschaftlichen Entwicklung eine Rolle spielen.

Aktionäre könnten sich beispielsweise dafür interessieren, wie sich Umsatz und operative Ergebnisse entwickelt haben, welche Ursachen hinter dem Verlust stehen und welche Maßnahmen der Vorstand für das laufende Geschäftsjahr vorgesehen hat.

Diese Informationen lassen sich aus der veröffentlichten Einladung allein noch nicht entnehmen.

Jahresabschluss kann vorab eingesehen werden

Aktionäre müssen allerdings nicht bis zur Hauptversammlung warten, um sich mit dem Jahresabschluss zu beschäftigen.

Der Jahresabschluss der HempAge AG zum 31. Dezember 2025 sowie der Prüfungsbericht des Aufsichtsrates liegen nach Angaben des Unternehmens in den Geschäftsräumen in Adelsdorf während der üblichen Geschäftszeiten zur Einsichtnahme aus.

Damit können sich Aktionäre bereits vor der Versammlung mit den Zahlen beschäftigen.

Wichtige Frist: Anmeldung bis 9. November

Wer an der Hauptversammlung teilnehmen und sein Stimmrecht ausüben möchte, muss die in der Einladung genannte Frist beachten.

Die Anmeldung muss der HempAge AG spätestens am 9. November 2026 um 12 Uhr zugegangen sein.

Auch eine Vertretung ist möglich. Aktionäre können ihr Stimmrecht durch einen Bevollmächtigten ausüben lassen. Die entsprechende Vollmacht muss ebenfalls bis zum 9. November um 12 Uhr bei der Gesellschaft vorliegen und nach den Angaben in der Einladung schriftlich erteilt werden.

Gegenanträge zu den Tagesordnungspunkten können ebenfalls an die Gesellschaft gerichtet werden.

Hauptversammlung dürfte Blick auf weitere Entwicklung richten

Formal enthält die Tagesordnung keine außergewöhnlichen Kapitalmaßnahmen oder grundlegenden Satzungsänderungen. Wirtschaftlich dürfte die Versammlung dennoch interessant werden.

Denn der Verlust von knapp 190.000 Euro wirft für Aktionäre Fragen auf: Handelt es sich um eine vorübergehende Belastung oder zeichnet sich eine schwierigere Geschäftsentwicklung ab? Welche Erwartungen bestehen für 2026? Und wie soll der verbleibende Bilanzgewinn langfristig eingesetzt werden?

Antworten darauf liefert die Einladung noch nicht.

Umso wichtiger dürfte der Bericht des Vorstandes zur aktuellen Lage der HempAge AG am 10. November werden.

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