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Windpark Kooperation Nr. 12: wpd-Gesellschaft investiert erstmals – Verlust steigt auf 3.850 Euro

Shutterbug75 (CC0), Pixabay

Die Windpark Kooperation Nr. 12 Beteiligungs GmbH ist erst seit vergleichsweise kurzer Zeit aktiv. Das zeigt bereits der Blick auf die Vergleichszahlen.

Während der aktuelle Abschluss das volle Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2025 umfasst, beziehen sich die Vorjahreszahlen lediglich auf das Rumpfgeschäftsjahr vom 22. Oktober bis 31. Dezember 2024.

Die Gesellschaft weist deshalb selbst darauf hin, dass ein direkter Vergleich der beiden Jahre nur eingeschränkt möglich ist.

Erstmals 13.000 Euro Finanzanlagen

Interessant ist vor allem eine Veränderung auf der Aktivseite der Bilanz.

Zum 31. Dezember 2025 weist die Gesellschaft Finanzanlagen von 13.000 Euro aus. Im Vorjahresabschluss war eine entsprechende Position noch nicht ausgewiesen.

Laut Anhang werden Anteile an verbundenen Unternehmen grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt und – soweit erforderlich – auf einen niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Welche konkrete Beteiligung hinter den 13.000 Euro steckt, geht aus den vorgelegten Angaben allerdings nicht hervor.

Auch lässt sich aus dem Jahresabschluss allein noch nicht ableiten, welches konkrete Windparkprojekt über die Gesellschaft gehalten oder künftig entwickelt werden soll.

Bankguthaben geht zurück

Neben den Finanzanlagen verfügte die Gesellschaft zum Jahresende über liquide Mittel von 9.466,97 Euro.

Ende 2024 waren es 11.580,92 Euro.

Durch die neu ausgewiesenen Finanzanlagen erhöhte sich die Bilanzsumme trotzdem deutlich: von 11.580,92 Euro auf 22.466,97 Euro.

Für eine Beteiligungsgesellschaft dieser Art bleiben die absoluten Bilanzgrößen damit bislang überschaubar.

Jahresfehlbetrag steigt auf 3.850 Euro

Auf der Ergebnisseite schreibt die Gesellschaft weiterhin rote Zahlen.

Für 2025 wird ein Jahresfehlbetrag von 3.850 Euro ausgewiesen.

Im kurzen Rumpfgeschäftsjahr 2024 waren es 2.293,53 Euro gewesen. Wegen der völlig unterschiedlichen Zeiträume wäre es jedoch irreführend, daraus einen gewöhnlichen prozentualen Anstieg des Jahresverlustes abzuleiten.

Der Verlustvortrag wird zum Ende des Geschäftsjahres mit 2.293,53 Euro angegeben.

Damit summieren sich der Verlustvortrag und der neue Jahresfehlbetrag rechnerisch auf 6.143,53 Euro.

Eigenkapital trotzdem gestiegen

Trotz des neuen Verlustes erhöhte sich das ausgewiesene Eigenkapital von 10.206,47 Euro auf 18.856,47 Euro.

Der Grund liegt beim eingeforderten Kapital.

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 25.000 Euro. Ende 2024 waren davon allerdings noch 12.500 Euro als nicht eingeforderte ausstehende Einlagen ausgewiesen.

Zum Jahresende 2025 beträgt diese Position null Euro. Damit wird das gezeichnete Kapital nun vollständig als eingefordertes Kapital ausgewiesen.

Nach Abzug des Verlustvortrags von 2.293,53 Euro und des Jahresfehlbetrags von 3.850 Euro verbleibt das ausgewiesene Eigenkapital von 18.856,47 Euro.

Rückstellungen mehr als verdoppelt

Eine weitere Veränderung findet sich bei den Rückstellungen.

Diese erhöhten sich von 1.374,45 Euro auf 3.610,50 Euro.

Der Anhang nennt allerdings keine detaillierte Aufschlüsselung dieser Position. Er erklärt lediglich, dass die Rückstellungen erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigen.

Aus den veröffentlichten Angaben lässt sich daher nicht bestimmen, welche konkreten Verpflichtungen hinter dem Anstieg stehen.

Gesellschaft gehört zum wpd-Konzern

Interessant ist insbesondere die Konzernzugehörigkeit.

Die Windpark Kooperation Nr. 12 Beteiligungs GmbH wird in den Konzernabschluss der wpd GmbH mit Sitz in Bremen einbezogen.

Damit gehört die Gesellschaft zu einer Unternehmensgruppe, deren Geschäft im Bereich erneuerbarer Energien liegt.

Der vorliegende Einzelabschluss selbst enthält allerdings nur wenige Informationen über die konkrete operative Aufgabe der Windpark Kooperation Nr. 12 Beteiligungs GmbH.

Aus der Bilanz lässt sich lediglich erkennen, dass inzwischen Finanzanlagen beziehungsweise Anteile an verbundenen Unternehmen bilanziert werden.

Zwei Geschäftsführer an der Spitze

Geführt wurde die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2025 von Dr. Gernot Blanke und Björn Nullmeyer.

Als Beruf wird für beide Geschäftsführer „Kaufmann“ angegeben.

Der Jahresabschluss wurde am 13. Januar 2026 unterzeichnet und am 23. April 2026 festgestellt. Veröffentlicht wurde er im September 2026.

Noch eine sehr kleine Bilanz

Mit einer Bilanzsumme von lediglich 22.466,97 Euro handelt es sich auf Ebene dieser einzelnen Beteiligungsgesellschaft bislang um sehr geringe Größenordnungen.

Der Jahresabschluss zeigt allerdings eine Veränderung gegenüber der Gründungsphase: Erstmals stehen 13.000 Euro Finanzanlagen in der Bilanz.

Gerade dieser Posten dürfte für die weitere Entwicklung interessant sein. Der Abschluss verrät jedoch nicht, welches konkrete Projekt oder welche Gesellschaft sich dahinter verbirgt.

Deshalb wäre es zu früh, aus den vorliegenden Zahlen Aussagen über Umfang, Leistung oder Wirtschaftlichkeit eines möglicherweise dahinterstehenden Windparks abzuleiten.

Fest steht lediglich: Die wpd-Konzerngesellschaft hat ihre Beteiligungsstruktur 2025 erweitert beziehungsweise erstmals bilanziell Finanzanlagen ausgewiesen und schließt ihr erstes volles Geschäftsjahr mit einem überschaubaren Fehlbetrag von 3.850 Euro ab.

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