Dark Mode Light Mode

Waterkant Management UG aus Büsum scheitert mit Eigenantrag mangels Masse

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Das Amtsgericht Meldorf hat den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Waterkant Management UG haftungsbeschränkt mangels Masse abgewiesen. Die Entscheidung erging am 18. September 2026. Das Verfahren wurde unter dem Aktenzeichen 61 IN 16/26 geführt.

Die Gesellschaft hat ihren Firmensitz in der Dithmarscher Straße 33 in 25761 Büsum und ist beim Amtsgericht Pinneberg unter der Handelsregisternummer HRB 17545 PI eingetragen. Vertreten wird das Unternehmen durch den Geschäftsführer Domenik Lex.

Der Insolvenzantrag wurde von der Waterkant Management UG selbst gestellt. Die Gesellschaft hatte damit die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über ihr eigenes Vermögen beantragt.

Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Getränken sowie Nahrungs und Genussmitteln aller Art. Einen besonderen Schwerpunkt bilden Liköre, Spirituosen und Schaumweine. Die Gesellschaft konnte diese Waren einkaufen, vertreiben und an gewerbliche oder private Kunden verkaufen.

Darüber hinaus übernahm die Waterkant Management UG Verwaltungs und Steuerungsaufgaben für andere Gesellschaften. Dies konnte insbesondere Personalangelegenheiten und den gemeinsamen Einkauf von Getränken und Genussmitteln betreffen.

Zum Unternehmensgegenstand gehörten außerdem der Erwerb und die Finanzierung deutscher und ausländischer Gesellschaften aus der Getränke und Genussmittelbranche. Damit war das Unternehmen nicht nur als Händler, sondern auch als mögliche Beteiligungs und Managementgesellschaft tätig. Erlaubnispflichtige Tätigkeiten waren ausdrücklich ausgeschlossen.

Welche Gesellschaften von der Waterkant Management UG verwaltet, finanziert oder gehalten wurden, geht aus der Insolvenzbekanntmachung nicht hervor. Ebenso fehlen Angaben zu möglichen Warenbeständen, Lieferverträgen oder verbundenen Unternehmen.

Das Amtsgericht Meldorf wies den Eigenantrag mangels Masse ab. Dies bedeutet, dass das vorhandene und voraussichtlich verwertbare Vermögen nicht ausreichte, um zumindest die Kosten eines regulären Insolvenzverfahrens zu bezahlen. Dazu gehören insbesondere die Gerichtskosten und die Vergütung eines Insolvenzverwalters.

Die Abweisung mangels Masse bedeutet nicht, dass bestehende Verbindlichkeiten oder Ansprüche erloschen sind. Da kein reguläres Insolvenzverfahren eröffnet wird, gibt es jedoch keinen Insolvenzverwalter, der Warenbestände, Gesellschaftsanteile, offene Forderungen oder sonstige Vermögenswerte erfasst und zugunsten der Gläubiger verwertet.

Für Lieferanten und Kunden könnten insbesondere unbezahlte Warenrechnungen, geleistete Vorauszahlungen, noch nicht ausgelieferte Bestellungen oder Rückzahlungsansprüche von Bedeutung sein. Ob solche offenen Verträge bestehen, lässt sich der Bekanntmachung nicht entnehmen.

Auch für möglicherweise verbundene Gesellschaften kann die Entscheidung Folgen haben. Sollte die Waterkant Management UG zentrale Aufgaben in den Bereichen Personal, Einkauf oder Finanzierung übernommen haben, könnte deren Wegfall organisatorische oder wirtschaftliche Auswirkungen auf diese Unternehmen haben. Welche Gesellschaften betroffen sein könnten, wird nicht mitgeteilt.

Mit der Rechtskraft der Abweisung mangels Masse gilt die Unternehmergesellschaft grundsätzlich als aufgelöst. Eine sofortige Löschung aus dem Handelsregister erfolgt dadurch jedoch nicht automatisch. Zunächst können noch Abwicklungsmaßnahmen und registerrechtliche Prüfungen notwendig sein.

Zur Höhe der Verbindlichkeiten, zur Zahl der Gläubiger und zu den Ursachen der wirtschaftlichen Schwierigkeiten enthält der Beschluss keine Angaben. Gegen die Entscheidung kann innerhalb einer Notfrist von zwei Wochen sofortige Beschwerde beim Amtsgericht Meldorf eingelegt werden.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Deutscher Unternehmer Wanja Oberhof in New York in Haft – US-Justiz erhebt Betrugsvorwürfe

Next Post

Hagen: 18-Jährige soll Rollstuhlfahrer mit brennbarer Flüssigkeit übergossen und angezündet haben