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Volkswagen senkt Prognose deutlich: Absatzprobleme in China und Milliardenkosten belasten den Konzern

Putv (CC0), Pixabay

Volkswagen hat seine Erwartungen für das Geschäftsjahr 2026 deutlich gesenkt. Gründe sind vor allem weniger Fahrzeugverkäufe in China, geringere Gewinne mit Elektroautos und hohe Sonderkosten. An der Börse reagierten die Anleger deutlich: Die VW-Aktie verlor am Freitag zeitweise fast neun Prozent und lag im späteren Handel noch rund 6,4 Prozent im Minus.

Besonders stark fällt die Korrektur bei der erwarteten operativen Rendite aus. Bislang hatte Volkswagen mit 4 bis 5,5 Prozent gerechnet. Nun erwartet der Konzern höchstens noch rund ein Prozent. Auch beim Umsatz wurden die Erwartungen gesenkt. Für 2026 rechnet Volkswagen mit rund 315 Milliarden Euro.

Volkswagen verkauft in China deutlich weniger Autos

Ein wesentliches Problem ist das China-Geschäft von Volkswagen. Nach den vorliegenden Angaben verkaufte der Konzern dort bis August mehr als ein Fünftel weniger Fahrzeuge.

Gleichzeitig ist der Wettbewerb bei Elektroautos in China besonders stark. Chinesische Hersteller haben ihre Marktposition deutlich ausgebaut und setzen Volkswagen zunehmend unter Druck.

Auch in Europa verkauft VW inzwischen mehr Elektroautos. Diese bringen dem Konzern derzeit jedoch weniger Gewinn als viele Fahrzeuge mit Benzin- oder Dieselmotor. Ein Grund dafür sind die hohen Kosten für Batterien.

Rund zehn Milliarden Euro Belastungen

Zusätzlich rechnet Volkswagen 2026 mit Belastungen von insgesamt rund zehn Milliarden Euro. Allein eine Wertberichtigung im Zusammenhang mit Porsche soll etwa sechs Milliarden Euro ausmachen.

Weitere Kosten entstehen durch den Umbau des Konzerns, den geplanten Abbau von rund 100.000 Stellen sowie den geplanten Verkauf des Werks in Osnabrück.

Auch die Porsche SE hat ihre Erwartungen gesenkt. Die Holding rechnet für 2026 nun mit einem Ergebnis zwischen minus 500 Millionen und plus 1,5 Milliarden Euro. Zuvor waren 1,5 bis 3,5 Milliarden Euro erwartet worden.

Für Volkswagen kommen damit mehrere Belastungen gleichzeitig zusammen: deutlich weniger verkaufte Fahrzeuge in China, starker Wettbewerb durch chinesische Elektroautohersteller, geringere Erträge mit Elektroautos und hohe Kosten für den Konzernumbau. Diese Entwicklung hat auch die VW-Aktie deutlich unter Druck gesetzt.

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