Die in Bremen ansässige Gesellschaft erzielte 2025 einen Jahresüberschuss von 2.060.809 Euro. Im Vorjahr waren es noch 1.437.068 Euro.
Damit erhöhte sich der Gewinn innerhalb eines Jahres um rund 624.000 Euro beziehungsweise gut 43 Prozent.
Auch das Eigenkapital entwickelte sich deutlich nach oben. Zum 31. Dezember 2025 standen rund 7,45 Millionen Euro in der Bilanz. Ein Jahr zuvor waren es knapp 5,39 Millionen Euro.
Bei einer Bilanzsumme von rund 7,88 Millionen Euro ergibt sich damit rechnerisch eine Eigenkapitalquote von etwa 94,6 Prozent.
Finanzanlagen wachsen auf fast 6,9 Millionen Euro
Auffällig ist auch die Entwicklung auf der Aktivseite.
Die Finanzanlagen erhöhten sich von rund 5,47 Millionen Euro auf 6,88 Millionen Euro. Das entspricht einem Zuwachs von gut 1,4 Millionen Euro beziehungsweise knapp 26 Prozent.
Die Gesellschaft bilanziert ihre Anteile an verbundenen Unternehmen grundsätzlich zu Anschaffungskosten abzüglich Liquiditätsausschüttungen. Soweit erforderlich, wird ein niedrigerer beizulegender Wert angesetzt.
Während die Finanzanlagen zunahmen, ging das Umlaufvermögen deutlich zurück. Ende 2025 belief es sich auf knapp 997.000 Euro, nachdem ein Jahr zuvor noch rund 2,06 Millionen Euro ausgewiesen worden waren.
Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung bei den liquiden Mitteln.
Bankguthaben sinkt um mehr als eine Million Euro
Die vorhandenen Zahlungsmittel reduzierten sich von rund 1,72 Millionen Euro auf 681.860 Euro.
Das entspricht einem Rückgang von gut einer Million Euro.
Isoliert betrachtet wäre ein solcher Rückgang bemerkenswert. Gleichzeitig zeigt die Passivseite jedoch, dass sich auch die kurzfristigen Verpflichtungen der Gesellschaft erheblich reduziert haben.
Die Verbindlichkeiten sanken von rund 2,15 Millionen Euro auf nur noch 423.606 Euro.
Damit gingen sie innerhalb eines Jahres um rund 80 Prozent zurück.
Deutlich weniger Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
Sämtliche zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestanden gegenüber Gesellschaftern und hatten eine Restlaufzeit von höchstens einem Jahr.
Ende 2024 waren gegenüber Gesellschaftern noch rund 2,147 Millionen Euro offen. Zum Jahresende 2025 waren es nur noch rund 424.000 Euro.
Die Rückstellungen spielen in der Bilanz dagegen kaum eine Rolle. Sie beliefen sich lediglich auf 4.718 Euro.
Damit besteht die Passivseite zum weit überwiegenden Teil aus Eigenkapital.
Mehr als 5,3 Millionen Euro Gewinnvortrag
Neben dem aktuellen Jahresgewinn verfügt die Gesellschaft über einen erheblichen Gewinnvortrag.
Dieser belief sich zum Jahresende auf rund 5,36 Millionen Euro. Zusammen mit dem Jahresüberschuss von 2,06 Millionen Euro und dem gezeichneten Kapital von 25.000 Euro ergibt sich das Eigenkapital von rund 7,45 Millionen Euro.
Bemerkenswert ist dabei auch die Entwicklung über die vergangenen beiden Geschäftsjahre: Bereits 2024 hatte die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von rund 1,44 Millionen Euro ausgewiesen. 2025 konnte dieses Ergebnis nochmals deutlich übertroffen werden.
Teil des wpd-Konzerns
Die wpd Windpark Grapzow Beteiligungs GmbH gehört zum Konzern der wpd GmbH mit Sitz in Bremen und wird in deren Konzernabschluss einbezogen.
Geführt wurde die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2025 von Geschäftsführer Dr. Gernot Blanke.
Der Jahresabschluss wurde am 13. Januar 2026 unterzeichnet und am 20. April 2026 festgestellt.
Stärkeres Eigenkapital, weniger Schulden
Unter dem Strich zeichnet die Bilanz für 2025 ein auffälliges Bild: Der Gewinn steigt um mehr als 40 Prozent, das Eigenkapital wächst um rund zwei Millionen Euro und die Verbindlichkeiten gehen um rund 1,72 Millionen Euro zurück.
Gleichzeitig sind die liquiden Mittel erheblich gesunken und die Finanzanlagen deutlich gestiegen.
Was sich aus dem veröffentlichten Jahresabschluss allerdings nicht ablesen lässt, sind die konkreten Ursachen für den Gewinnanstieg. Eine Gewinn- und Verlustrechnung mit einer detaillierten Aufschlüsselung von Erträgen und Aufwendungen ist in den vorliegenden Angaben nicht enthalten.
Fest steht damit vor allem: Die wpd Windpark Grapzow Beteiligungs GmbH ist Ende 2025 bilanziell deutlich eigenkapitalstärker aufgestellt als noch ein Jahr zuvor.