Die Watchlist Internet warnt vor problematischen Online-Shops, bei denen Verbraucher mit unangenehmen Überraschungen rechnen müssen. Die entsprechende Warnliste umfasst inzwischen rund 7.700 Einträge.
Dabei handelt es sich nicht automatisch um betrügerische Fake-Shops. Vielmehr haben viele dieser Anbieter ihren tatsächlichen Sitz außerhalb der Europäischen Union oder lassen ihre Waren von dort versenden. Dadurch kann es zu sehr langen Lieferzeiten, zusätzlichen Kosten und erheblichen Problemen bei Rückgabe und Erstattung kommen.
Am 4. September 2026 neu gelistet
steinermode.at
Am 3. September 2026 neu gelistet
nahenwebshop.de
mur-shop.com
gurdarao.com
lasportiva-at.com
toydoria.de
Am 2. September 2026 neu gelistet
speechfaith.com
fotostudi.de
claraluzern.ch
katharinaberlin.de
emma-frankfurt.com
lucyclara.com
amsterdamluxe.com
nyccharm.com
sylvie-jacques.com
berlinlabel.com
Am 1. September 2026 neu gelistet
veratechshop.de
modehaushartmann.de
Weitere Warnungen seit Ende August
Am 31. August wurden außerdem bronoir.de, wohlseinmarkt.de, feldmann-munchen.com, eleganzwohnen.de und flofrei.com neu aufgenommen.
Am 28. August folgten de.try-lumive.com, kleinfeld-modehaus.de und hiporashop.com.
Zu den weiteren im August neu gelisteten problematischen Shops gehören unter anderem movina-shop.com, hannes-mariajuwelier.at, modekomfort.com, modeweiss.com, navisdkarten.de, treuquell.de, salzmode.com, berlynmode.de, hanna-health.shop, helgasstube.de, bergandlind.com, klarawien.at, orthonex.de, muvena-mode.com, emmastuttgart.com und friedamuenchen.com. Die zuletzt genannten Shops wurden am 20. August in die Liste aufgenommen.
Deutsche Städtenamen können falsches Vertrauen schaffen
Auffällig ist, dass mehrere Shops Namen wie Berlin, Frankfurt, München, Stuttgart, Luzern, Wien oder Amsterdam verwenden.
Solche Bezeichnungen können bei Kunden den Eindruck erwecken, bei einem heimischen oder europäischen Händler einzukaufen. Der Name einer Internetseite oder eine deutsche .de-Domain sagt jedoch noch nichts darüber aus, wo der tatsächliche Verkäufer sitzt oder von wo die Ware verschickt wird.
Genau deshalb sollten Käufer vor einer Bestellung das Impressum, die Firmenanschrift und vor allem die Rückgabebedingungen überprüfen.
Problematisch bedeutet nicht automatisch Betrug
Wichtig ist die Unterscheidung zur Liste betrügerischer Shops:
Die hier genannten Anbieter werden von der Watchlist Internet als „problematische Online-Shops“ geführt. Das bedeutet nicht automatisch, dass dort überhaupt keine Ware geliefert wird oder dass jeder Anbieter betrügerisch handelt.
Das Risiko liegt vielmehr häufig darin, dass die Ware aus einem Drittstaat kommt. Mögliche Folgen sind lange Lieferzeiten, unerwartete Zusatzkosten, minderwertige oder anders als erwartet ausfallende Produkte sowie komplizierte und teure Retouren.
Besonders ärgerlich kann es werden, wenn eine Rücksendung ins Ausland verlangt wird und die Kosten dafür vom Käufer selbst getragen werden müssen.
Deshalb vor der Bestellung genau hinschauen
Verbraucher sollten bei unbekannten Online-Shops besonders vorsichtig sein, wenn mit hohen Rabatten geworben wird, der tatsächliche Unternehmenssitz schwer zu erkennen ist oder die Rücksendeadresse erst nach dem Kauf mitgeteilt wird.
Wer bei einem der genannten Anbieter einkaufen möchte, sollte deshalb vor der Zahlung genau prüfen, wer hinter dem Shop steht, woher die Ware kommt und wohin eine mögliche Rücksendung geschickt werden muss.
Die Warnliste zeigt vor allem eines: Ein professioneller Internetauftritt, ein deutsch klingender Firmenname oder eine deutsche Internetadresse sind noch keine Garantie dafür, dass tatsächlich bei einem Händler aus Deutschland oder der EU bestellt wird.