Nach den tödlichen Schüssen beim „Aarau Rave“ in der Schweiz hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Der 43-jährige Schweizer wurde in der Nacht zum Montag kurz vor 1 Uhr in einem Auto kontrolliert und anschließend unter dringendem Tatverdacht festgenommen.
Nach aktuellem Ermittlungsstand gehen die Behörden von einem Einzeltäter aus. Welches Motiv hinter der Tat steckt, ist weiterhin unklar.
Die Schüsse waren am frühen Sonntagmorgen gegen 2.30 Uhr auf der Pferderennbahn in Aarau gefallen. Eine junge Italienerin wurde tödlich getroffen. Fünf weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, darunter vier Schweizer und eine Deutsche. Die Verletzten sind zwischen 24 und 31 Jahre alt.
Zwei unterschiedliche Munitionskaliber gefunden
Bei den Ermittlungen wurden nach den vorliegenden Angaben Hülsen von zwei verschiedenen Kalibern sichergestellt: 9-Millimeter-Munition sowie Munition des Kalibers 5,45 × 39 Millimeter. Letzteres kann unter anderem bei Sturmgewehren verwendet werden.
Ob bei der Tat tatsächlich mehrere Waffen eingesetzt wurden und welche Waffen konkret verwendet wurden, müssen die weiteren kriminaltechnischen Untersuchungen klären.
Mit der Festnahme des 43-Jährigen ist die Fahndung einen entscheidenden Schritt weiter. Warum auf die Besucher des Techno-Raves geschossen wurde und in welcher Beziehung der Verdächtige möglicherweise zu den Opfern stand, ist bislang nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an.