Die zum Bremer wpd-Konzern gehörende Windpark Breesen Erweiterung Beteiligungs GmbH weist zum Jahresende 2025 eine Bilanzsumme von 25.324,87 Euro aus. Ende 2024 waren es lediglich 7.124,48 Euro. Damit hat sich die Bilanzsumme innerhalb eines Jahres mehr als verdreifacht.
Besonders deutlich entwickelte sich die Beteiligung an verbundenen Unternehmen. Die Finanzanlagen stiegen von 5.000 auf 13.000 Euro. Das entspricht einer Aufstockung um 8.000 Euro beziehungsweise 160 Prozent.
Auch die Liquidität nahm erheblich zu. Auf den Konten lagen zum Jahresende 12.324,87 Euro, nach nur 2.124,48 Euro im Vorjahr.
Zusätzliches Kapital für die Gesellschaft
Die Expansion wurde von einer deutlichen Stärkung der Kapitalbasis begleitet. Während Ende 2024 erst die Hälfte des Stammkapitals eingefordert war, sind die 25.000 Euro gezeichnetes Kapital inzwischen vollständig eingefordert.
Zusätzlich weist die Gesellschaft erstmals eine Kapitalrücklage von 10.000 Euro aus.
Dadurch erhöhte sich das Eigenkapital trotz der Verluste von 5.579 auf 23.871 Euro. Die rechnerische Eigenkapitalquote liegt damit bei rund 94 Prozent.
Verbindlichkeiten werden überhaupt nicht ausgewiesen. Neben dem Eigenkapital stehen lediglich Rückstellungen von rund 1.454 Euro in der Bilanz.
Jahresverlust steigt auf mehr als 4.200 Euro
Die andere Seite der Entwicklung sind die weiter zunehmenden Verluste. Der Jahresfehlbetrag erhöhte sich von 2.234,10 Euro auf 4.208,36 Euro.
Damit ist der Verlust innerhalb eines Jahres um rund 88 Prozent gestiegen.
Hinzu kommt ein Verlustvortrag von 6.920,52 Euro aus den vergangenen Geschäftsjahren. Zusammen mit dem neuen Fehlbetrag sind damit inzwischen mehr als 11.100 Euro an Verlusten ausgewiesen.
Das zusätzlich bereitgestellte Kapital verhindert jedoch, dass diese Verluste derzeit zu einer angespannten Eigenkapitalsituation führen.
Steigende Finanzanlage deutet auf Ausbau der Beteiligung hin
Besonders interessant ist die Erhöhung der Finanzanlagen von 5.000 auf 13.000 Euro. Laut Anhang handelt es sich um Anteile an verbundenen Unternehmen.
Das zeigt, dass die Beteiligungsgesellschaft 2025 ihre finanziellen Engagements innerhalb der Projektstruktur ausgeweitet hat. Ob dies unmittelbar mit der weiteren Entwicklung oder Finanzierung der geplanten Windpark-Erweiterung zusammenhängt, wird im Abschluss allerdings nicht erläutert.
Auch Angaben zu Zahl und Leistung geplanter Windräder, Investitionskosten, Genehmigungsstand oder geplantem Baubeginn fehlen.
Noch keine Millioneninvestitionen in Windräder
Die Größenordnung der Bilanz ist für die Einordnung entscheidend. Mit gerade einmal rund 25.000 Euro Bilanzsumme handelt es sich nicht um eine typische Betreibergesellschaft, in deren Büchern bereits Windenergieanlagen im Millionenwert stehen.
Vielmehr ist die Windpark Breesen Erweiterung Beteiligungs GmbH eine kleine Beteiligungsgesellschaft innerhalb des wpd-Konzerns. Die eigentlichen Projektinvestitionen dürften – soweit bereits vorhanden – an anderer Stelle der Unternehmensstruktur bilanziert werden.
Der Abschluss sendet damit zwei unterschiedliche Signale: Einerseits wurde die Gesellschaft 2025 erheblich kapitalisiert und ihre Beteiligung ausgebaut. Andererseits hat sich der laufende Jahresverlust fast verdoppelt. Ob die steigenden Verluste lediglich typische Kosten einer Projektentwicklungsphase darstellen, lässt sich aus den veröffentlichten Zahlen nicht feststellen.