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Windpark Hankensbüttel steigert Umsatz deutlich – Jahresüberschuss wächst auf 542.500 Euro

geralt (CC0), Pixabay

Die Windpark Hankensbüttel GmbH hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem deutlich verbesserten Ergebnis abgeschlossen. Nach dem veröffentlichten Jahresabschluss stiegen die Umsatzerlöse von 2,11 Millionen Euro auf 4,58 Millionen Euro und haben sich damit mehr als verdoppelt. Die Erlöse stammen ausschließlich aus der Einspeisung von Strom.

Unter dem Strich erzielte die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von 542.508 Euro. Im Vorjahr waren es 287.054 Euro. Damit erhöhte sich der Gewinn um knapp 89 Prozent. Der Jahresüberschuss soll vollständig auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Windkraftanlagen gehen in das Anlagevermögen über

Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung des Windparks in der Bilanz. Ende 2024 standen noch 32,68 Millionen Euro als Anlagen im Bau in den Büchern. Zum 31. Dezember 2025 beträgt dieser Posten null. Gleichzeitig werden nun technische Anlagen und Maschinen im Wert von 27,37 Millionen Euro ausgewiesen.

Das spricht für die bilanzielle Fertigstellung beziehungsweise Inbetriebnahme der zuvor im Bau befindlichen Anlagen. Entsprechend erhöhten sich die Abschreibungen erheblich: von rund 156.000 Euro auf 1,79 Millionen Euro.

Die Bilanzsumme ging von 38,49 Millionen auf 36,67 Millionen Euro zurück. Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund des Gewinns von 2,70 Millionen auf 3,24 Millionen Euro.

Hohe Fremdfinanzierung bleibt prägend

Der Windpark ist weiterhin in erheblichem Umfang fremdfinanziert. Gegenüber Kreditinstituten bestanden zum Jahresende Verbindlichkeiten von 28,88 Millionen Euro. Davon haben rund 27,21 Millionen Euro eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und 20,50 Millionen Euro von mehr als fünf Jahren. Als Sicherheit dienen die Windkraftanlagen.

Hinzu kommen 4,12 Millionen Euro Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Dabei handelt es sich um Darlehen der Gesellschafterin DEW21 Windkraftbeteiligungsgesellschaft mbH. Gegenüber dem Vorjahr mit 6,14 Millionen Euro wurde diese Position allerdings deutlich reduziert.

Die gesamten Verbindlichkeiten sanken von 35,68 Millionen auf 33,02 Millionen Euro.

Zinsbelastung von mehr als 1,2 Millionen Euro

Die Fremdfinanzierung schlägt sich entsprechend in der Gewinn- und Verlustrechnung nieder. Für 2025 weist die Gesellschaft 1,22 Millionen Euro Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus, nach 1,07 Millionen Euro im Vorjahr. Allein 1,19 Millionen Euro entfielen auf Darlehenszinsen.

Trotz der hohen Abschreibungs- und Zinsbelastung blieb der Windpark profitabel. Aus 4,58 Millionen Euro Umsatz entstand nach Steuern der Überschuss von rund 542.500 Euro.

Weitere laufende Belastungen ergeben sich aus Betriebsführungs-, Wartungs- und Pachtverträgen. Die Gesellschaft beziffert die daraus resultierenden finanziellen Verpflichtungen auf etwa 761.000 Euro pro Jahr.

Windpark gehört zum Dortmunder Stadtwerke-Konzern

Die Windpark Hankensbüttel GmbH hat ihren Sitz in Dortmund und gehört zum Umfeld der kommunalen Energieversorgung. Ihr Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Dortmunder Stadtwerke Holding GmbH einbezogen. Die Gesellschaft selbst beschäftigt keine Mitarbeiter.

Für die kaufmännische Betriebsführung wurden 2025 52.000 Euro an DEW21 gezahlt. Weitere größere Kostenpositionen waren unter anderem die kommunale Beteiligung mit 93.800 Euro sowie Versicherungen mit 63.400 Euro.

Insgesamt zeigt der Abschluss den Übergang von der Investitions- und Bauphase in den laufenden Betrieb: Die Stromerlöse steigen kräftig, die Anlagen werden abgeschrieben und der Windpark erwirtschaftet trotz hoher Fremdfinanzierung einen positiven Jahresüberschuss.

Auffällig ist allerdings eine Datumsangabe: Im vorgelegten Text heißt es am Ende, der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2025 sei bereits am 11. Mai 2025 festgestellt worden. Dieses Datum liegt vor dem Bilanzstichtag und dürfte daher zumindest prüfungsbedürftig sein. Die Geschäftsführung hat den Abschluss laut Anhang am 24. März 2026 unterzeichnet.

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