Die Niederländerin Demi Vollering hat die Tour de France Femmes 2026 gewonnen und sich damit zum zweiten Mal nach 2023 den prestigeträchtigen Gesamtsieg bei der Frankreich-Rundfahrt gesichert. Auf der anspruchsvollen Schlussetappe rund um Nizza verteidigte die 29-Jährige nicht nur souverän ihr Gelbes Trikot, sondern setzte mit einem weiteren Etappensieg ein eindrucksvolles Ausrufezeichen.
Für den deutschen Radsport gab es ebenfalls Grund zum Jubeln. Antonia Niedermaier gewann das Weiße Trikot als beste Nachwuchsfahrerin und belegte in der Gesamtwertung einen hervorragenden vierten Platz – das beste Ergebnis einer deutschen Fahrerin bei der Tour de France Femmes seit der Neuauflage des Rennens.
Vollering entscheidet das Duell der Favoritinnen
Vor der letzten Etappe führte Vollering die Gesamtwertung lediglich mit acht Sekunden Vorsprung vor der Polin Katarzyna Niewiadoma-Phinney an. Auf dem Schlussanstieg zum Col d’Èze zeigte die Niederländerin jedoch ihre ganze Klasse. Mit einer entschlossenen Attacke setzte sie sich von ihrer größten Konkurrentin ab, gewann die Etappe als Solistin und baute ihren Vorsprung in der Gesamtwertung auf 1:18 Minuten aus. Rang drei der Tour belegte die Italienerin Elisa Longo Borghini.
Mit dem Erfolg knüpfte Vollering an ihren Triumph von 2023 an und untermauerte ihre Stellung als eine der dominierenden Fahrerinnen des internationalen Frauenradsports.
Niedermaier bestätigt ihren Aufstieg
Auch Antonia Niedermaier sorgte für ein sportliches Ausrufezeichen. Die 22-Jährige hielt sich über die gesamte Rundfahrt konstant in der Spitzengruppe und verteidigte auf der letzten Etappe erfolgreich das Weiße Trikot der besten Nachwuchsfahrerin. Mit Rang vier im Gesamtklassement verpasste sie das Podium zwar knapp, setzte jedoch ein starkes Signal für die Zukunft des deutschen Frauenradsports.
Bereits im Verlauf der Rundfahrt hatte Niedermaier mit offensiver Fahrweise und starken Kletterleistungen überzeugt. Ihr Auftritt unterstreicht, dass sie sich zunehmend in der Weltspitze etabliert.
Erfolg für den deutschen Frauenradsport
Der Gewinn des Weißen Trikots gilt als einer der größten internationalen Erfolge einer deutschen Nachwuchsfahrerin in den vergangenen Jahren. Niedermaier zeigte sich nach dem Rennen stolz auf ihre Leistung und äußerte die Hoffnung, mit ihrem Erfolg junge Talente für den Radsport begeistern zu können.
Fazit
Während Demi Vollering mit ihrem zweiten Gesamtsieg ihre Ausnahmestellung im internationalen Frauenradsport eindrucksvoll bestätigte, sorgte Antonia Niedermaier aus deutscher Sicht für den emotionalen Höhepunkt der Tour. Mit dem Weißen Trikot und Platz vier in der Gesamtwertung hat sie bewiesen, dass sie zu den vielversprechendsten Nachwuchsfahrerinnen der Welt gehört und künftig auch um die größten Titel mitfahren kann.