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Warnung vor betrügerischen Inkassoschreiben: INTER PLUS INKASSO AG missbraucht – Verbraucher sollten diese Konten meiden

geralt (CC0), Pixabay

Erneut warnen Verbraucherschützer vor einer Betrugsmasche mit gefälschten Inkassoschreiben. Dieses Mal nutzen die Täter den Namen der angeblichen „INTER PLUS INKASSO AG“ und fordern Empfänger zur Überweisung angeblich offener Forderungen auf mehrere griechische Bankkonten auf. Betroffene sollten keinesfalls vorschnell zahlen und die Forderungen sorgfältig überprüfen.

Kriminelle versenden derzeit Schreiben im Namen der INTER PLUS INKASSO AG, die angeblich ihren Sitz am Winterhuder Weg in 22085 Hamburg haben soll. In den Briefen werden Empfänger aufgefordert, vermeintlich offene Forderungen innerhalb kurzer Fristen zu begleichen. Die Täter setzen dabei auf Druck, drohen mit zusätzlichen Mahnkosten oder rechtlichen Konsequenzen und versuchen so, Verbraucher zu einer schnellen Zahlung zu bewegen.

Nach den vorliegenden Informationen handelt es sich bei den Schreiben um einen Betrugsversuch.

Mehrere griechische Konten genannt

Als Zahlungsempfänger wird unter anderem die INTER PLUS AG angegeben. Die Schreiben nennen mehrere Bankverbindungen in Griechenland:

Empfänger: INTER PLUS AG

  • IBAN: GR17 0160 5680 0000 0008 5218 301
  • IBAN: GR76 7010 0000 0002 0042 4506 694
  • IBAN: GR47 7010 0000 0007 8485 2245 138
  • IBAN: GR46 0140 9100 9100 0200 2018 467

Verbraucher sollten keine Überweisungen auf diese Konten vornehmen, solange die Forderung nicht zweifelsfrei geprüft wurde.

Typische Merkmale der Betrugsmasche

Die Täter arbeiten häufig mit professionell gestalteten Schreiben, die auf den ersten Blick wie echte Inkassoforderungen wirken. Oft wird behauptet, es handele sich um offene Rechnungen aus Gewinnspielen, Internetverträgen oder angeblichen Bestellungen. Gleichzeitig setzen die Betrüger ihre Opfer mit kurzen Zahlungsfristen und der Androhung gerichtlicher Schritte unter Druck.

Besonders auffällig sind dabei häufig ausländische Kontoverbindungen, die nicht zu einem angeblich deutschen Inkassounternehmen passen.

So sollten Betroffene reagieren

Wer ein entsprechendes Schreiben erhält, sollte zunächst Ruhe bewahren und die Forderung genau prüfen. Wichtig ist insbesondere festzustellen,

  • ob tatsächlich ein Vertragsverhältnis besteht,
  • ob die Forderung nachvollziehbar begründet wird,
  • ob das Inkassounternehmen existiert und
  • ob die angegebenen Kontodaten plausibel sind.

Bestehen Zweifel an der Echtheit des Schreibens, sollte keine Zahlung erfolgen.

Bereits überwiesen? Schnell handeln

Falls bereits Geld überwiesen wurde, sollten Betroffene umgehend ihre Hausbank informieren. Je schneller reagiert wird, desto größer ist die Chance, eine Überweisung möglicherweise noch zu stoppen oder zurückzuverfolgen. Außerdem empfiehlt es sich, Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten und den Betrugsfall der Verbraucherzentrale zu melden.

Vorsicht bleibt der beste Schutz

Die aktuellen Schreiben zeigen erneut, wie professionell Betrüger inzwischen vorgehen. Sie nutzen seriös klingende Firmennamen, täuschend echt gestaltete Briefe und internationale Bankverbindungen, um ihre Opfer zu verunsichern.

Verbraucher sollten sich deshalb niemals von kurzen Fristen oder Drohungen unter Druck setzen lassen. Im Zweifel gilt: Forderungen sorgfältig prüfen, keine vorschnellen Zahlungen leisten und bei Unsicherheiten rechtlichen Rat oder Unterstützung durch Verbraucherzentralen in Anspruch nehmen.

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