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RWE-Windpark Bedburg bleibt hochprofitabel – Trotz schwächerem Wind erzielt Betreiber über sechs Millionen Euro Gewinn
Staatsanwaltschaft Stuttgart

RWE-Windpark Bedburg bleibt hochprofitabel – Trotz schwächerem Wind erzielt Betreiber über sechs Millionen Euro Gewinn

geralt (CC0), Pixabay

Weniger Wind, geringere Stromproduktion und rückläufige Umsätze – dennoch hat die RWE Windpark Bedburg GmbH & Co. KG das Geschäftsjahr 2025 erneut mit einem Millionengewinn abgeschlossen. Der Windpark auf der Königshovener Höhe erwirtschaftete einen Jahresüberschuss von 6,32 Millionen Euro. Zwar fiel das Ergebnis aufgrund windschwächerer Wetterbedingungen geringer aus als im Vorjahr, die wirtschaftliche Lage des Gemeinschaftsunternehmens von RWE und der Stadt Bedburg bleibt jedoch ausgesprochen solide.

Die Gesellschaft betreibt auf dem Gebiet der Stadt Bedburg 21 Windenergieanlagen des Typs Senvion 3.2M114 mit einer installierten Gesamtleistung von 67 Megawatt. Gesellschafter sind die RWE Renewables Europe & Australia GmbH mit 51 Prozent sowie die Stadt Bedburg mit 49 Prozent der Anteile. Die technische und kaufmännische Betriebsführung übernimmt RWE, eigene Mitarbeiter beschäftigt die Gesellschaft nicht.

Schwächeres Windjahr drückt Stromproduktion

Das Geschäftsjahr war von einem unterdurchschnittlichen Windaufkommen geprägt. Die Stromproduktion verringerte sich von 157.753 Megawattstunden auf 137.916 Megawattstunden, was einem Rückgang von rund zwölf Prozent entspricht.

Trotz leicht gestiegener Strompreise konnte dieser Produktionsverlust nicht vollständig ausgeglichen werden. Die Umsatzerlöse gingen deshalb von 15,63 Millionen Euro auf 13,59 Millionen Euro zurück. Dennoch blieb der Windpark deutlich profitabel.

Mehr als sechs Millionen Euro Jahresüberschuss

Unter dem Strich erzielte die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von 6,32 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es noch knapp 8,0 Millionen Euro gewesen.

Der Gewinnrückgang ist nach Angaben der Gesellschaft in erster Linie auf das geringere Windangebot zurückzuführen. Gleichzeitig wirkten sich niedrigere Vermarktungskosten positiv aus. So sank der Materialaufwand von 3,29 Millionen Euro auf 2,69 Millionen Euro, insbesondere weil geringere Entgelte für die Direktvermarktung anfielen.

Hohe Liquidität und starke Eigenkapitalquote

Auch die Bilanz zeigt die robuste Finanzlage des Windparkbetreibers. Die Guthaben bei Kreditinstituten stiegen deutlich von 6,83 Millionen Euro auf 10,20 Millionen Euro.

Die Eigenkapitalausstattung blieb mit 43,2 Millionen Euro unverändert hoch. Dadurch erhöhte sich die Eigenkapitalquote sogar von 78 auf 81 Prozent – ein außergewöhnlich hoher Wert für ein Infrastrukturunternehmen dieser Größenordnung.

Gleichzeitig reduzierten sich die gesamten Verbindlichkeiten von 8,99 Millionen Euro auf 7,15 Millionen Euro. Die Gesellschaft bewertet ihre Liquidität deshalb ausdrücklich als gut und sieht sich jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Windpark verliert bilanziell an Wert

Wie bei Windparks üblich, verringerte sich das Anlagevermögen durch die planmäßigen Abschreibungen. Die Sachanlagen reduzierten sich von 44,1 Millionen Euro auf 39,9 Millionen Euro, während auf die Windenergieanlagen erneut Abschreibungen in Höhe von 4,52 Millionen Euro vorgenommen wurden.

Gleichzeitig investierte die Gesellschaft weitere 166.000 Euro in Anlagen im Bau und Modernisierungsmaßnahmen.

EEG-Förderung sorgt für Planungssicherheit

Die Stromvermarktung erfolgt seit Anfang 2025 über die GEWI GmbH im Rahmen der prämiengeförderten Direktvermarktung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Nach Angaben der Gesellschaft konnten dadurch erneut Marktprämien erzielt werden. Zusätzlich erhielt der Windpark Entschädigungen für zeitweise marktbedingte Abschaltungen einzelner Anlagen.

Die Geschäftsführung sieht dadurch das Marktrisiko weitgehend abgesichert. Während der 20-jährigen EEG-Förderung sei die Abnahme des erzeugten Stroms gesetzlich garantiert, was für stabile Erlöse sorge.

Risiken bleiben überschaubar

Als größte operative Risiken nennt die Gesellschaft ungeplante Reparaturen sowie wetterbedingte Schwankungen beim Windaufkommen. Beide Risiken gelten jedoch als beherrschbar. Die Anlagen sind durch langfristige Wartungsverträge mit Verfügbarkeitsgarantien abgesichert, während das EEG stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen schafft.

Die technische Verfügbarkeit des Windparks lag 2025 bei 97,8 Prozent und damit weiterhin auf sehr hohem Niveau. Existenzgefährdende Risiken sieht die Geschäftsführung derzeit nicht.

Optimistischer Ausblick auf 2026

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die RWE Windpark Bedburg GmbH & Co. KG wieder mit besseren Ergebnissen. Grundlage dieser Prognose ist die Annahme eines durchschnittlichen Windjahres. Erwartet wird eine Stromproduktion von rund 160.600 Megawattstunden, wodurch das operative Ergebnis (EBIT) auf etwa 7,67 Millionen Euro steigen soll.

Der Jahresabschluss zeigt damit einen wirtschaftlich äußerst stabilen Windpark. Zwar machten sich die ungünstigen Windverhältnisse 2025 unmittelbar in den Umsätzen bemerkbar. Dank hoher Eigenkapitalausstattung, solider Liquidität und langfristig abgesicherter Erlöse bleibt die Gesellschaft jedoch auf einem sehr profitablen Kurs. Besonders die Beteiligung der Stadt Bedburg sorgt dafür, dass ein erheblicher Teil der erwirtschafteten Gewinne unmittelbar der Kommune zugutekommt.

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