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Capital Car´e GmbH: Insolvenzantrag mangels Masse abgewiesen
ENNI-Windpark Kohlenhuck bleibt auf Erfolgskurs: Mehr als 600.000 Euro Gewinn – Millionenschulden weiter abgebaut
Alfred Lentes GmbH: Insolvenzantrag mangels Masse abgewiesen

ENNI-Windpark Kohlenhuck bleibt auf Erfolgskurs: Mehr als 600.000 Euro Gewinn – Millionenschulden weiter abgebaut

geralt (CC0), Pixabay

Der Windpark Kohlenhuck in Moers arbeitet weiterhin profitabel. Zwar fiel der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2024 geringer aus als im außergewöhnlich starken Vorjahr, dennoch erwirtschaftete die ENNI RMI Windpark Kohlenhuck GmbH erneut einen Gewinn von mehr als 600.000 Euro. Gleichzeitig setzte die Betreibergesellschaft ihren konsequenten Schuldenabbau fort und verringerte die Verbindlichkeiten gegenüber Banken um mehr als eine Million Euro. Die jetzt veröffentlichten Geschäftszahlen zeigen einen wirtschaftlich stabilen Windpark, der hohe Ausschüttungen an seine Gesellschafter ermöglicht und zugleich seine Finanzierung Schritt für Schritt reduziert.

Die ENNI RMI Windpark Kohlenhuck GmbH mit Sitz in Moers betreibt mehrere Windenergieanlagen und gehört zu gleichen Teilen der ENNI Energie & Umwelt Niederrhein GmbH, der RAG Montan Immobilien GmbH sowie der Mingas Power GmbH. Der Jahresabschluss für 2024 vermittelt das Bild eines Unternehmens, das trotz sinkender Gewinne finanziell solide aufgestellt bleibt.

Gewinn geht zurück – bleibt aber auf hohem Niveau

Nach einem außergewöhnlich starken Vorjahr fiel der Jahresüberschuss 2024 niedriger aus.

Die Gesellschaft erwirtschaftete einen Jahresüberschuss von 606.311 Euro, nachdem im Jahr zuvor noch ein Gewinn von 1,01 Millionen Euro erzielt worden war. Damit verringerte sich das Ergebnis zwar um rund 40 Prozent, dennoch blieb der Windpark deutlich profitabel.

Der Rückgang bedeutet nicht zwangsläufig eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage. Windparkgesellschaften unterliegen naturgemäß Schwankungen bei den Stromerträgen und Erlösen. Windaufkommen, Marktpreise und weitere betriebliche Faktoren können von Jahr zu Jahr deutliche Unterschiede verursachen.

Stromverkauf bleibt wichtigste Einnahmequelle

Den größten Teil der Erlöse erzielte die Gesellschaft erneut mit der Vermarktung ihres erzeugten Windstroms.

Allein aus der Direktvermarktung wurden Umsätze von rund 2,82 Millionen Euro erzielt. Damit bleibt die Einspeisung regenerativer Energie die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle des Unternehmens.

Schulden sinken um mehr als eine Million Euro

Besonders positiv entwickelte sich erneut die Finanzierung.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich innerhalb eines Jahres von 10,58 Millionen Euro auf 9,57 Millionen Euro. Insgesamt gingen sämtliche Verbindlichkeiten von 11,42 Millionen Euro auf 10,24 Millionen Euro zurück.

Damit setzt die Gesellschaft ihren kontinuierlichen Schuldenabbau fort und verbessert ihre finanzielle Stabilität Jahr für Jahr. Gerade bei kapitalintensiven Windparkprojekten gilt die kontinuierliche Tilgung langfristiger Darlehen als wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung.

Anlagevermögen sinkt durch Abschreibungen

Wie bei nahezu allen Windparkgesellschaften verringerte sich auch 2024 der Bilanzwert der Windenergieanlagen.

Das Anlagevermögen sank von 13,85 Millionen Euro auf 12,81 Millionen Euro. Ursache hierfür sind planmäßige Abschreibungen auf die Windkraftanlagen, deren wirtschaftliche Nutzungsdauer handelsrechtlich mit 20 Jahren angesetzt wird.

Der tatsächliche technische Zustand der Anlagen wird dadurch nicht unmittelbar beeinflusst. Die Abschreibungen spiegeln vielmehr den bilanziellen Werteverzehr wider, der nach den handelsrechtlichen Vorschriften jährlich berücksichtigt werden muss.

Weniger Liquidität auf den Konten

Auch die flüssigen Mittel gingen zurück.

Die Guthaben bei Kreditinstituten beliefen sich Ende 2024 auf rund 1,65 Millionen Euro, nachdem ein Jahr zuvor noch knapp 2,74 Millionen Euro ausgewiesen worden waren.

Insgesamt verringerte sich das Umlaufvermögen auf rund 2,74 Millionen Euro. Gleichzeitig bestanden weiterhin Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände von mehr als eine Million Euro. Ein erheblicher Teil davon entfällt auf ein zugunsten der finanzierenden Bank verpfändetes Kapitalreservekonto.

Ausschüttung an die Gesellschafter geplant

Die gute Ertragslage ermöglicht erneut eine hohe Ausschüttung.

Die Geschäftsführung schlägt vor, nahezu den gesamten Jahresüberschuss an die drei Gesellschafter auszuzahlen. Von insgesamt 608.190 Euro, bestehend aus Gewinnvortrag und Jahresüberschuss, sollen 606.000 Euro ausgeschüttet werden. Lediglich rund 2.190 Euro sollen als Gewinnvortrag im Unternehmen verbleiben.

Rückstellungen und Verpflichtungen bleiben hoch

Neben den klassischen Bankdarlehen bestehen weiterhin umfangreiche langfristige Verpflichtungen.

Die Gesellschaft weist Rückstellungen unter anderem für den späteren Rückbau der Windenergieanlagen, ausstehende Gestattungsentgelte sowie offene Rechnungen aus.

Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen von insgesamt rund 7,05 Millionen Euro. Diese betreffen insbesondere langfristige Grundstückspachten, technische Dienstleistungen sowie abgesicherte Rückbauverpflichtungen. Ein großer Teil dieser Verpflichtungen wird erst in mehr als fünf Jahren fällig.

Umfangreiche Sicherheiten für Bankdarlehen

Die Finanzierung des Windparks ist umfassend abgesichert.

Als Sicherheiten dienen unter anderem die Windenergieanlagen selbst, beschränkte persönliche Dienstbarkeiten, Forderungsabtretungen aus Pacht- und Stromlieferverträgen, Versicherungsansprüche sowie ein verpfändetes Kapitalreservekonto.

Diese Sicherungsstruktur ist bei großen Windparkfinanzierungen üblich und dient den finanzierenden Banken als Absicherung der langfristigen Darlehen.

Keine Veränderungen nach dem Bilanzstichtag

Nach Angaben der Geschäftsführung sind nach Abschluss des Geschäftsjahres keine außergewöhnlichen Ereignisse eingetreten, die die wirtschaftliche Lage wesentlich verändert hätten.

Auch die Abschlussprüfer bestätigten den ordnungsgemäßen Jahresabschluss. Die Gesellschaft wird aufgrund ihrer Beteiligungsstruktur nicht vollständig in einen Konzernabschluss einbezogen, da keiner der drei Gesellschafter die Mehrheit an dem Gemeinschaftsunternehmen hält.

Solider Windpark mit stabilem Geschäftsmodell

Der Jahresabschluss der ENNI RMI Windpark Kohlenhuck GmbH zeigt ein wirtschaftlich gesundes Unternehmen. Zwar fiel der Gewinn 2024 niedriger aus als im Vorjahr, dennoch erwirtschaftete der Windpark erneut einen deutlichen Überschuss. Gleichzeitig wurden die Bankverbindlichkeiten weiter reduziert und die Finanzierung nachhaltig verbessert.

Mit langfristig gesicherten Stromerlösen, einer kontinuierlichen Tilgung der Kredite und regelmäßigen Ausschüttungen an die Gesellschafter bleibt der Windpark Kohlenhuck ein Beispiel für ein wirtschaftlich stabiles Projekt im Bereich der erneuerbaren Energien. Auch wenn Abschreibungen und sinkende Bilanzwerte den Buchwert der Anlagen Jahr für Jahr reduzieren, spricht die Entwicklung insgesamt für eine solide und langfristig tragfähige Unternehmensstrategie.

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