Die Windpark Kerzenheim GmbH & Co. KG setzt ihren langfristigen Konsolidierungskurs fort. Zwar verringerte sich die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2025 gegenüber dem Vorjahr deutlich, gleichzeitig gelang es dem Unternehmen jedoch, seine Bankverbindlichkeiten erheblich abzubauen und die Finanzierung des Windparks weiter voranzutreiben. Der jetzt veröffentlichte Jahresabschluss zeigt ein wirtschaftlich solides Bild des Betreibers der Windenergieanlagen in Rheinland-Pfalz. Trotz hoher Abschreibungen und laufender Kreditrückzahlungen verfügt das Unternehmen weiterhin über ein Vermögen von mehr als 6,4 Millionen Euro und setzt den planmäßigen Betrieb seiner Anlagen fort.
Die Windpark Kerzenheim GmbH & Co. KG mit Sitz in Wörrstadt gehört zur Unternehmensgruppe der 100 Prozent RE und betreibt Windenergieanlagen im rheinland-pfälzischen Kerzenheim. Wie bei vielen Windparkgesellschaften steht nach der Errichtung der Anlagen vor allem der langfristige wirtschaftliche Betrieb sowie die kontinuierliche Tilgung der Investitionsdarlehen im Mittelpunkt.
Der nun veröffentlichte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2025 macht deutlich, dass dieser Prozess weiter planmäßig verläuft.
Bilanzsumme sinkt um fast 1,8 Millionen Euro
Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2025 belief sich die Bilanzsumme auf 6,45 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte sie noch 8,24 Millionen Euro betragen.
Der deutliche Rückgang um rund 1,79 Millionen Euro ist vor allem auf die planmäßigen Abschreibungen des Windparks sowie die fortlaufende Rückzahlung bestehender Finanzierungen zurückzuführen.
Solche Entwicklungen sind bei Windparkgesellschaften typisch. Nach Abschluss der Bauphase nimmt der Buchwert der technischen Anlagen durch jährliche Abschreibungen kontinuierlich ab, während gleichzeitig die aufgenommenen Investitionskredite schrittweise getilgt werden.
Windenergieanlagen bleiben größter Vermögenswert
Den mit Abstand größten Vermögensposten bilden weiterhin die Sachanlagen.
Sie werden zum Jahresende 2025 mit rund 5,15 Millionen Euro bilanziert. Ein Jahr zuvor lag ihr Buchwert noch bei 6,05 Millionen Euro.
Allein im Geschäftsjahr wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von rund 904.000 Euro vorgenommen. Diese betreffen insbesondere die beiden Windenergieanlagen sowie die technische Infrastruktur des Windparks.
Die ursprünglichen Anschaffungskosten der Anlagen belaufen sich auf über 14,45 Millionen Euro. Durch die jährlichen Abschreibungen reduziert sich ihr Buchwert kontinuierlich entsprechend der kalkulierten Nutzungsdauer.
Liquiditätsbestand nimmt ab
Auch die flüssigen Mittel gingen im Laufe des Geschäftsjahres zurück.
Die Guthaben bei Banken beliefen sich Ende 2025 noch auf knapp 953.000 Euro. Im Vorjahr verfügte das Unternehmen noch über liquide Mittel von mehr als 1,8 Millionen Euro.
Dieser Rückgang erklärt sich vor allem durch laufende Kredittilgungen, Auszahlungen an Gesellschafter sowie den allgemeinen Geschäftsbetrieb.
Trotzdem verfügt die Gesellschaft weiterhin über ausreichende Liquidität, um ihren laufenden Verpflichtungen nachzukommen.
Eigenkapital bleibt nahezu konstant
Das Eigenkapital verringerte sich lediglich leicht.
Zum Jahresende weist die Gesellschaft ein Eigenkapital von rund 1,96 Millionen Euro aus. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies lediglich einem Rückgang von rund 33.000 Euro.
Im Anhang erläutert die Gesellschaft, dass das Eigenkapital insbesondere durch Entnahmen der Gesellschafter in den vergangenen Jahren beeinflusst wurde.
Ein Bilanzgewinn oder Bilanzverlust wird weiterhin nicht ausgewiesen.
Bankverbindlichkeiten deutlich reduziert
Besonders positiv entwickelt hat sich die Fremdfinanzierung.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken innerhalb eines Jahres von rund 4,27 Millionen Euro auf knapp 3,70 Millionen Euro.
Damit reduzierte das Unternehmen seine Bankschulden um rund 570.000 Euro.
Der überwiegende Teil dieser Darlehen besitzt weiterhin langfristigen Charakter. Rund 854.000 Euro weisen sogar eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren auf.
Die Finanzierung ist dabei unter anderem durch die Abtretung von Forderungen sowie Sicherungsübereignungen der technischen Anlagen abgesichert.
Rückstellungen gehen zurück
Auch die Rückstellungen wurden deutlich reduziert.
Sie sanken von knapp 488.000 Euro auf rund 386.000 Euro.
Dabei handelt es sich insbesondere um Rückstellungen für Rechts- und Beratungskosten sowie um langfristige Verpflichtungen für den späteren Rückbau der Windenergieanlagen.
Für die Berechnung der Rückbauverpflichtungen wurde ein Zinssatz von 2,20 Prozent zugrunde gelegt.
Sonstige Verpflichtungen bleiben bestehen
Neben den bilanzierten Verbindlichkeiten weist die Gesellschaft weitere finanzielle Verpflichtungen aus.
Zum Bilanzstichtag bestanden sogenannte sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von rund 2,66 Millionen Euro.
Solche Verpflichtungen betreffen regelmäßig langfristige Verträge oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen, die zwar wirtschaftlich relevant sind, jedoch nicht unmittelbar als Verbindlichkeit bilanziert werden.
Keine besonderen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Positiv fällt auch der Nachtragsbericht aus.
Nach Angaben der Geschäftsführung traten nach dem Bilanzstichtag keine Ereignisse ein, die die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage wesentlich verändert hätten.
Auch Haftungsverhältnisse bestanden zum Jahresende nicht.
Dies spricht für eine stabile wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens.
Teil eines größeren Konzerns
Die Windpark Kerzenheim GmbH & Co. KG ist Teil der Unternehmensgruppe der Gothaer Kapitalverwaltungs-GmbH.
Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird vollständig in den Konzernabschluss der Gesellschaft mit Sitz in Köln einbezogen.
Die Geschäftsführung lag im Geschäftsjahr unverändert bei Rita Lorenz und Björn Petersohn.
Langfristiger Betrieb steht im Mittelpunkt
Der aktuelle Jahresabschluss zeigt das typische Bild eines etablierten Windparkbetreibers viele Jahre nach Inbetriebnahme der Anlagen. Während die bilanziellen Vermögenswerte aufgrund planmäßiger Abschreibungen kontinuierlich sinken, werden gleichzeitig die aufgenommenen Investitionsdarlehen konsequent zurückgeführt.
Mit einer weiterhin soliden Eigenkapitalbasis von nahezu zwei Millionen Euro, deutlich reduzierten Bankschulden und einem Anlagevermögen von mehr als fünf Millionen Euro befindet sich die Windpark Kerzenheim GmbH & Co. KG wirtschaftlich auf einem stabilen Kurs. Die veröffentlichten Zahlen verdeutlichen, dass der Fokus inzwischen weniger auf Investitionen als vielmehr auf einem langfristig sicheren und wirtschaftlich erfolgreichen Betrieb der Windenergieanlagen liegt.