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Ampega Diversity Plus Aktienfonds: Chancen, Risiken und Performance im Geschäftsjahr 2025/2026

geralt (CC0), Pixabay

Der Ampega Diversity Plus Aktienfonds verfolgt eine aktiv gemanagte Aktienstrategie mit Fokus auf europäische Unternehmen, die sich durch eine ausgeprägte Diversity- und ESG-Ausrichtung auszeichnen. Ziel ist eine langfristige Wertsteigerung bei gleichzeitig nachhaltiger Unternehmensauswahl.

Positiv aus Anlegersicht

1. Solides, defensiv ausgerichtetes Portfolio

Der Fonds investiert nahezu vollständig in Aktien (99,34 %) und hält lediglich eine geringe Liquiditätsreserve. Die Investments verteilen sich auf rund 60 Unternehmen aus verschiedenen Branchen und Ländern Europas, wodurch das Einzelwertrisiko reduziert wird. Schwerpunkte liegen in Frankreich, Deutschland und Großbritannien sowie in den Sektoren Industrie, Gesundheit und Banken.

2. Qualitativ hochwertige Unternehmen

Zu den größten Beteiligungen zählen Unternehmen wie:

Schneider Electric
ASML
Siemens
Allianz
SAP
Roche
Novartis
AstraZeneca

Diese Unternehmen verfügen überwiegend über stabile Geschäftsmodelle, hohe Marktanteile und langfristige Wachstumsperspektiven.

3. Nachhaltigkeitsstrategie

Der Fonds berücksichtigt ESG-Kriterien bereits bei der Titelauswahl und investiert bevorzugt in Unternehmen mit hoher Diversität innerhalb der Belegschaft. Zusätzlich bestehen Ausschlusskriterien (z. B. kontroverse Waffen) sowie Nachhaltigkeitsfilter. Dadurch richtet sich der Fonds an Anleger, die Nachhaltigkeit mit Kapitalanlage verbinden möchten.

Kritische Punkte
1. Schwache Jahresrendite

Im Berichtsjahr erzielte der Fonds lediglich:

2,46 % (Anteilklasse P)
2,97 % (Anteilklasse I)

Bei einer Volatilität von rund 14,3 % erscheint dieses Rendite-Risiko-Verhältnis eher durchschnittlich. Viele internationale Aktienindizes entwickelten sich im gleichen Zeitraum deutlich stärker.

2. Hohe Mittelabflüsse

In der Privatanlegerklasse P wurden netto rund 44,9 Mio. EUR abgezogen.

Das deutet darauf hin, dass zahlreiche Anleger ihre Anteile verkauft haben. Gründe könnten die vergleichsweise schwache Performance oder Umschichtungen in günstigere Produkte gewesen sein. Dem gegenüber verzeichnete die institutionelle Anteilklasse deutliche Zuflüsse.

3. Hohe Kosten in der Privatanlegerklasse

Die Gesamtkostenquote beträgt:

1,09 % (P)
0,57 % (I)

Gerade im Vergleich zu kostengünstigen ETFs sind insbesondere 1,09 % relativ hoch und stellen langfristig einen Renditenachteil dar.

Risikoanalyse

Positiv ist, dass:

keine Derivate eingesetzt werden,
keine Hebelstrategie verfolgt wird,
der Fonds breit diversifiziert ist,
überwiegend in große, liquide Unternehmen investiert wird.

Zu beachten bleiben jedoch:

Aktienmarktrisiko,
Währungsrisiken (ca. 40 % Fremdwährungen),
allgemeine geopolitische Risiken sowie wirtschaftliche Unsicherheiten.
Langfristige Entwicklung

Der Anteilwert der ausschüttenden Klasse entwickelte sich wie folgt:

Jahr Anteilwert
2023 135,54 €
2024 150,61 €
2025 159,29 €
2026 160,49 €

Dies zeigt einen deutlichen Wertzuwachs über mehrere Jahre, allerdings hat sich das Wachstum im letzten Geschäftsjahr erheblich verlangsamt.

Fazit aus Anlegersicht

Der Ampega Diversity Plus Aktienfonds überzeugt durch eine qualitativ hochwertige Titelauswahl, eine konsequente ESG-Strategie und eine breite Diversifikation europäischer Qualitätsunternehmen. Das konservative Management ohne Derivate reduziert zusätzliche Risiken und eignet sich für langfristig orientierte Anleger.

Demgegenüber stehen jedoch eine im Berichtsjahr nur geringe Wertentwicklung, vergleichsweise hohe laufende Kosten – insbesondere für Privatanleger – sowie deutliche Mittelabflüsse aus der Anteilklasse P. Für kostenbewusste Anleger könnten breit gestreute Europa-ETFs eine günstigere Alternative darstellen, während der Fonds vor allem für Investoren interessant bleibt, die aktives Management und einen klaren Fokus auf Diversity- und ESG-Kriterien bevorzugen.

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