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Ampega Balanced 3: Außergewöhnliche Rendite durch klare Aktienorientierung – starke Performance, aber erhöhtes Marktrisiko

geralt (CC0), Pixabay

Aus Sicht eines Anlegers präsentiert sich der Jahresbericht des Ampega Balanced 3 für den Zeitraum vom 01.04.2025 bis 31.03.2026 als insgesamt sehr positiv. Der Fonds konnte trotz eines von geopolitischen Spannungen, Handelskonflikten und hoher Marktvolatilität geprägten Börsenjahres eine außergewöhnlich hohe Wertentwicklung erzielen. Gleichzeitig zeigt der Bericht jedoch deutlich, dass diese Rendite mit einer offensiven Anlagestrategie und entsprechend erhöhtem Risiko erkauft wurde.

Performance überzeugt deutlich

Mit einer Jahresrendite von 37,60 % (Anteilklasse I) bzw. 36,74 % (Anteilklasse P) gehört der Fonds im Berichtszeitraum zu den besonders erfolgreichen aktiv gemanagten Mischfonds. Bemerkenswert ist, dass diese Entwicklung nicht durch kurzfristiges Trading, sondern durch eine langfristig ausgerichtete Investmentstrategie erreicht wurde. Das Fondsmanagement blieb trotz des Börseneinbruchs im Frühjahr 2025 konsequent investiert und profitierte anschließend von der kräftigen Erholung der Aktienmärkte.

Klare Positionierung statt klassischer Mischfonds

Obwohl der Fonds als Multi-Asset- bzw. Mischfonds bezeichnet wird, zeigt die Vermögensstruktur eine sehr offensive Ausrichtung. Rund 85,9 % des Vermögens sind direkt in Aktien investiert, weitere 12,8 % entfallen auf Aktienfonds. Damit beträgt die Aktienquote praktisch fast 99 %. Liquidität spielt mit lediglich 1,6 % kaum eine Rolle.

Für Anleger bedeutet dies:

deutlich höhere Renditechancen,
gleichzeitig aber auch erheblich stärkere Kursschwankungen als bei klassischen Mischfonds.

Die ausgewiesene Volatilität von rund 15 % bestätigt dieses vergleichsweise hohe Risikoniveau.

Erfolgreiche Investmentstrategie

Der Erfolg basiert auf mehreren klaren Schwerpunkten:

starke Gewichtung von Gold- und Rohstoffunternehmen,
überdurchschnittliche Positionen im Banken- und Versicherungssektor,
Value-orientierte Aktien,
internationale Diversifikation über zahlreiche Länder,
ergänzender Einsatz ausgewählter ETFs.

Gerade Banken sowie Goldminen entwickelten sich im Berichtsjahr besonders positiv und trugen wesentlich zum Ergebnis bei. Das Management hielt an seiner Strategie fest und ließ sich von kurzfristigen politischen Unsicherheiten nicht verunsichern.

Gute internationale Diversifikation

Das Portfolio verteilt sich auf zahlreiche Industrieländer und Rohstoffregionen. Besonders stark vertreten sind unter anderem:

Deutschland
USA
Großbritannien
Schweden
Norwegen
Frankreich

Zusätzlich investiert der Fonds in Australien, Brasilien, Mexiko, Südafrika sowie weitere Länder und reduziert dadurch das Risiko einzelner Regionen. Gleichzeitig konzentriert sich der Fonds jedoch bewusst auf bestimmte Branchen wie Rohstoffe, Energie, Industrie und Finanzwerte.

Kosten bleiben attraktiv

Positiv fällt die niedrige Kostenquote auf.

Die Gesamtkostenquote (TER) beträgt:

0,53 % für die institutionelle Anteilklasse I
1,16 % für die Privatanlegerklasse P

Eine Performancegebühr wird nicht erhoben. Gerade für langfristige Anleger ist dies ein wichtiger Vorteil gegenüber vielen aktiv gemanagten Fonds.

Risiken sollten Anleger nicht unterschätzen

Der Fonds weist selbst ausdrücklich auf verschiedene Risiken hin.

Im Vordergrund stehen:

hohe Aktienmarktrisiken,
Kursschwankungen einzelner Unternehmen,
geopolitische Risiken,
Inflations- und Zinsrisiken,
mögliche Handelskonflikte,
Währungsrisiken außerhalb des Euroraums.

Zwar setzt das Management Derivate zur Risikosteuerung ein, der Fonds bleibt jedoch eindeutig aktienlastig und damit konjunkturabhängig.

Nachhaltigkeit spielt nur eine Nebenrolle

ESG-Aspekte werden berücksichtigt, allerdings verfolgt der Fonds kein nachhaltiges Anlageziel nach EU-Taxonomie. Ausschlüsse gelten lediglich für kontroverse Waffenhersteller und Verstöße gegen den UN Global Compact. Wer gezielt nachhaltig investieren möchte, findet hier keinen klassischen ESG-Fonds.

Positives Anlegervertrauen

Bemerkenswert ist außerdem der starke Mittelzufluss.

Das Fondsvermögen stieg innerhalb eines Jahres von rund 73 Mio. € auf über 151 Mio. €. Neben der guten Wertentwicklung investierten viele neue Anleger in den Fonds, was als Vertrauensbeweis für das Fondsmanagement gewertet werden kann.

Gesamtbewertung aus Anlegersicht

Der Ampega Balanced 3 hat im Berichtsjahr eindrucksvoll bewiesen, dass aktives Fondsmanagement in einem schwierigen Marktumfeld deutlichen Mehrwert schaffen kann. Das Management setzte konsequent auf langfristige Trends wie Rohstoffe, Gold, Banken und Value-Aktien und wurde dafür mit einer außergewöhnlich hohen Rendite belohnt.

Allerdings sollten Anleger beachten, dass der Fonds trotz seiner Bezeichnung als Mischfonds faktisch nahezu vollständig im Aktienmarkt investiert ist. Damit eignet er sich vor allem für Investoren mit einem langfristigen Anlagehorizont, einer hohen Risikobereitschaft und der Bereitschaft, zwischenzeitliche Kursschwankungen auszuhalten.

Fazit: Der Jahresbericht vermittelt insgesamt ein sehr überzeugendes Bild eines offensiv gemanagten Aktien-Mischfonds mit starker Performance, moderaten Kosten und einem klar strukturierten Investmentprozess. Für risikobewusste Anleger mit langfristiger Perspektive erscheint der Fonds attraktiv, während sicherheitsorientierte Investoren die hohe Aktienquote und das entsprechende Schwankungsrisiko berücksichtigen sollten.

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