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Bafin warnt vor unseriösen Handelsplattformen – Acht Internetseiten bieten offenbar unerlaubte Finanzgeschäfte an

Supermicha (CC0), Pixabay

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) warnt Verbraucher vor einer Reihe mutmaßlich unseriöser Online-Handelsplattformen. Nach Erkenntnissen der Finanzaufsicht bieten die Betreiber über mehrere nahezu identisch aufgebaute Internetseiten Bankgeschäfte und Finanzdienstleistungen an, ohne über die dafür erforderliche Erlaubnis zu verfügen.

Acht Internetseiten im Fokus

Nach Angaben der Bafin sind bislang folgende Internetseiten betroffen:

  • migconsults.de
  • ito-consults.com
  • gmdfunds.com
  • nordgg.com
  • kronbergpartners.com
  • fidelixgo.com
  • zielgeradeltd.com
  • blxinvesting.de

Die Webseiten werben unter anderem mit Aussagen wie „Intelligenter Handel mit null Spreads“ beziehungsweise „Intelligenter Trading mit null Spreads“ und vermitteln den Eindruck professioneller Investment- und Handelsplattformen.

Nach Einschätzung der Finanzaufsicht handelt es sich dabei um eine zusammenhängende Plattformreihe mit nahezu identischem Aufbau.

Keine Erlaubnis der Finanzaufsicht

Die Bafin stellt klar, dass die Betreiber dieser Internetseiten nicht ihrer Aufsicht unterliegen. Nach den bisherigen Erkenntnissen werden Bankgeschäfte und/oder Finanzdienstleistungen angeboten, ohne dass eine nach deutschem Recht erforderliche Zulassung vorliegt.

Unternehmen dürfen in Deutschland Bankgeschäfte, Finanzdienstleistungen oder Dienstleistungen rund um Kryptowerte grundsätzlich nur mit einer entsprechenden Erlaubnis der Bafin anbieten.

Verbraucher sollten Angebote sorgfältig prüfen

Die Finanzaufsicht empfiehlt Anlegern, die Seriosität von Anbietern vor einer Investition sorgfältig zu überprüfen. Ob ein Unternehmen über eine gültige Erlaubnis verfügt, lässt sich in der Unternehmensdatenbank der Bafin feststellen.

Fehlt eine entsprechende Zulassung oder sind keine verlässlichen Unternehmensangaben vorhanden, sollten Verbraucher besonders vorsichtig sein und keine Gelder überweisen oder persönliche Daten preisgeben.

Immer mehr Warnungen vor Online-Anlagebetrug

Mit ihrer aktuellen Mitteilung reiht sich die Warnung in eine Vielzahl ähnlicher Hinweise der vergangenen Monate ein. Immer wieder stoßen die Aufsichtsbehörden auf professionell gestaltete Internetseiten, die den Eindruck seriöser Finanzdienstleister vermitteln, tatsächlich jedoch ohne behördliche Erlaubnis tätig sind.

Solche Plattformen locken häufig mit außergewöhnlich günstigen Handelsbedingungen, hohen Gewinnversprechen oder vermeintlich exklusiven Anlagemöglichkeiten, um Anleger zur Einzahlung größerer Geldbeträge zu bewegen.

Gesetzliche Grundlage

Die aktuelle Veröffentlichung der Bafin erfolgt auf Grundlage von § 37 Absatz 4 des Kreditwesengesetzes (KWG). Die Behörde informiert auf dieser Grundlage die Öffentlichkeit über Unternehmen, die möglicherweise unerlaubt Finanz- oder Bankgeschäfte betreiben.

Fazit

Die Bafin rät Anlegern, bei Online-Investmentplattformen besondere Vorsicht walten zu lassen. Die aktuell genannten Internetseiten verfügen nach den Erkenntnissen der Finanzaufsicht über keine Erlaubnis zum Angebot von Bank- oder Finanzdienstleistungen in Deutschland. Wer Geld investieren möchte, sollte vor einer Anlage stets prüfen, ob der Anbieter von der Bafin zugelassen ist, um sich vor Betrug und finanziellen Verlusten zu schützen.

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