Die Windpark Grömitz Repowering GmbH & Co. KG hat im Geschäftsjahr 2024 ihre Investitionen deutlich ausgeweitet und den geplanten Ausbau ihres Windparkprojekts weiter vorangetrieben. Der jetzt veröffentlichte Jahresabschluss zeigt eine erheblich gestiegene Bilanzsumme, wachsende Liquiditätsreserven sowie deutlich höhere Verbindlichkeiten. Das Unternehmen befindet sich weiterhin in einer intensiven Projektentwicklungs- und Investitionsphase, in der noch keine Gewinne ausgewiesen werden.
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 dokumentiert die wirtschaftliche Entwicklung eines Unternehmens, das sich vollständig auf das Repowering eines bestehenden Windparks konzentriert. Unter Repowering versteht man den Ersatz älterer Windenergieanlagen durch moderne, leistungsstärkere Anlagen, die bei gleicher Fläche deutlich höhere Stromerträge ermöglichen.
Bilanzsumme wächst um mehr als 40 Prozent
Die Bilanzsumme erhöhte sich innerhalb eines Jahres von rund 3,37 Millionen Euro auf 4,75 Millionen Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von mehr als 1,37 Millionen Euro beziehungsweise rund 41 Prozent.
Der Anstieg spiegelt die umfangreichen Investitionen sowie die zunehmende Finanzierung des Projekts wider. Gleichzeitig verdeutlicht die Bilanz, dass sich das Unternehmen weiterhin in einer Phase der Vorbereitung und Umsetzung des Repowering-Vorhabens befindet.
Veränderungen im Anlagevermögen
Das Anlagevermögen verringerte sich leicht von 1,85 Millionen Euro auf 1,78 Millionen Euro.
Auffällig ist dabei die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände, die von 1,76 Millionen Euro auf 1,51 Millionen Euro zurückgingen. Dahinter dürften planmäßige Abschreibungen auf Projekt- und Genehmigungsrechte stehen.
Demgegenüber stiegen die Sachanlagen deutlich von knapp 91.000 Euro auf rund 264.000 Euro. Dies deutet darauf hin, dass im Laufe des Jahres verstärkt in technische Anlagen oder projektbezogene Infrastruktur investiert wurde.
Umlaufvermögen legt kräftig zu
Besonders deutlich entwickelte sich das Umlaufvermögen.
Es stieg von 1,52 Millionen Euro auf knapp 2,97 Millionen Euro und verdoppelte sich damit nahezu.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich von rund 395.000 Euro auf 745.000 Euro. Gleichzeitig wuchs der Bestand an liquiden Mitteln erheblich.
Die Guthaben bei Kreditinstituten sowie der Kassenbestand stiegen von 1,13 Millionen Euro auf rund 2,23 Millionen Euro. Die Gesellschaft verfügt damit über deutlich höhere finanzielle Reserven, die für die weitere Umsetzung des Repowering-Projekts eingesetzt werden können.
Eigenkapital bleibt unverändert
Das Eigenkapital blieb im Geschäftsjahr unverändert bei 1,81 Millionen Euro.
Auch zum Jahresende wurde weder ein Bilanzgewinn noch ein Bilanzverlust ausgewiesen. Dies verdeutlicht, dass sich das Unternehmen weiterhin in einer Projektphase befindet und erwirtschaftete Ergebnisse nicht im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit stehen.
Rückstellungen und Verbindlichkeiten steigen deutlich
Parallel zum Ausbau des Projekts erhöhten sich die Rückstellungen von 1,07 Millionen Euro auf rund 1,24 Millionen Euro. Sie dienen insbesondere der Abdeckung künftig erwarteter Verpflichtungen sowie steuerlicher Risiken.
Noch deutlicher fiel der Anstieg der Verbindlichkeiten aus. Diese erhöhten sich von 465.000 Euro auf rund 1,67 Millionen Euro.
Den größten Anteil machen dabei Verbindlichkeiten gegenüber den Kommanditisten in Höhe von 1,29 Millionen Euro aus. Im Vorjahr beliefen sich diese noch auf rund 323.000 Euro. Der deutliche Anstieg zeigt, dass die Gesellschafter das Repowering-Projekt verstärkt finanziell unterstützen.
Weitere Verbindlichkeiten bestehen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis, aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Steuerschulden.
Sämtliche Verbindlichkeiten sind nach Unternehmensangaben innerhalb eines Jahres fällig. Langfristige Finanzverbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag nicht.
Langfristige Verpflichtungen aus Pacht- und Wartungsverträgen
Neben den bilanzierten Verpflichtungen weist das Unternehmen erhebliche laufende Vertragsverpflichtungen aus.
Aus mehrjährigen Pacht- und Mietverträgen entstehen jährliche Zahlungsverpflichtungen von rund 262.000 Euro. Hinzu kommen langfristige Service- und Wartungsverträge mit einem jährlichen Umfang von etwa 231.000 Euro.
Die Kosten für die Betriebsführung orientieren sich zusätzlich an den Netto-Einspeiseerlösen und betragen zwei Prozent der entsprechenden Erlöse.
Diese Verpflichtungen verdeutlichen, dass der wirtschaftliche Betrieb des Windparks auf langfristigen Vertragsbeziehungen basiert, wie sie für Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien typisch sind.
Keine eigenen Beschäftigten
Wie bereits im Vorjahr beschäftigte die Windpark Grömitz Repowering GmbH & Co. KG im Geschäftsjahr 2024 keine eigenen Arbeitnehmer.
Projektentwicklung, technische Dienstleistungen sowie kaufmännische Aufgaben werden offenbar vollständig über externe Dienstleister oder verbundene Unternehmen erbracht. Dieses Organisationsmodell ist bei Projektgesellschaften im Bereich Windenergie weit verbreitet.
Repowering bleibt langfristige Investition
Der Jahresabschluss vermittelt insgesamt das Bild einer Gesellschaft, die sich konsequent auf die Umsetzung ihres Repowering-Projekts konzentriert. Die deutlich gestiegene Bilanzsumme, der Aufbau hoher Liquiditätsreserven sowie die erheblich ausgeweiteten Gesellschafterfinanzierungen unterstreichen die laufenden Investitionen in die Modernisierung des Windparks.
Kurzfristige Gewinne spielen dabei derzeit eine untergeordnete Rolle. Stattdessen stehen der Ausbau der technischen Infrastruktur, die Finanzierung des Projekts und die Vorbereitung auf den späteren wirtschaftlichen Betrieb der neuen Windenergieanlagen im Mittelpunkt. Mit dem Fortschreiten des Repowerings dürfte sich in den kommenden Geschäftsjahren zeigen, wie sich die umfa