Am Frankfurter Flughafen sind vier Beschäftigte an Malaria erkrankt. Nach Angaben des Flughafens wurden die Infektionen vermutlich durch eine infizierte Stechmücke übertragen, die mit einem Flugzeug aus einem Malaria-Gebiet nach Deutschland gelangt war.
Wie ein Flughafensprecher mitteilte, arbeiteten die betroffenen Mitarbeiter unter anderem in der Gepäckabfertigung. Dort besteht die Möglichkeit, dass sich tropische Insekten während des Fluges in Frachtcontainern oder Gepäckstücken verstecken und nach der Landung ausfliegen. Trotz umfangreicher Sicherheits- und Hygienemaßnahmen lasse sich ein solches Szenario nicht vollständig ausschließen.
Bei dem Phänomen handelt es sich um die sogenannte „Flughafen-Malaria“. Dabei wird die Krankheit nicht durch eine Ansteckung von Mensch zu Mensch übertragen, sondern durch den Stich einer infizierten Anopheles-Mücke, die unbemerkt mit einem Flugzeug aus tropischen Regionen eingeschleppt wurde. Solche Fälle sind äußerst selten, werden jedoch weltweit immer wieder an internationalen Flughäfen registriert.
Malaria zählt zu den schwerwiegendsten Infektionskrankheiten weltweit und wird durch Parasiten verursacht, die über den Stich infizierter Mücken auf den Menschen übertragen werden. Typische Symptome sind hohes Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen sowie ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl. Unbehandelt kann die Erkrankung lebensbedrohlich verlaufen. Wird sie jedoch frühzeitig erkannt, bestehen in der Regel gute Behandlungsmöglichkeiten.
Nach Angaben des Flughafens wurde der letzte vergleichbare Malaria-Fall in Frankfurt im Jahr 2023 registriert. Auch an anderen internationalen Flughäfen kommt es vereinzelt zu sogenannten Flughafen-Malaria-Fällen, wenn tropische Stechmücken unbemerkt in Flugzeugen nach Europa gelangen.
Der aktuelle Vorfall verdeutlicht, dass der internationale Flugverkehr trotz strenger Kontrollen ein Restrisiko für die Einschleppung tropischer Krankheitserreger mit sich bringt. Für Reisende besteht nach Einschätzung von Experten jedoch nur ein äußerst geringes Risiko, da sich die eingeschleppten Mücken in Deutschland aufgrund der klimatischen Bedingungen in der Regel nicht dauerhaft vermehren können.