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Wanises WM-Kommentar: Ronaldo, Ramos und der VAR – Portugal lebt gefährlich weiter

Portugal kann es offenbar nicht anders. Wer dachte, der Europameister von 2016 würde den Einzug ins Achtelfinale souverän abhaken, wurde eines Besseren belehrt. Statt eines entspannten Fußballabends servierten Cristiano Ronaldo und Co. ein Drama, das selbst Hollywood kaum besser hätte schreiben können.

Dabei begann alles nach Plan. Portugal bestimmte die erste Halbzeit, kombinierte gefällig und hatte Kroatien weitgehend im Griff. Nur eines fehlte: Tore. Und wer seine Chancen liegen lässt, wird auf diesem Niveau fast immer bestraft.

Genau das passierte nach der Pause. Plötzlich wachten die Kroaten auf, Ivan Perišić traf zur Führung – und Portugal stand vor dem frühen WM-Aus. Doch auf Cristiano Ronaldo ist eben Verlass. Vom Elfmeterpunkt blieb der Altmeister eiskalt und hielt den portugiesischen Traum am Leben.

Danach entwickelte sich ein Schlagabtausch, der den 43.036 Zuschauern in Toronto alles bot, was eine Weltmeisterschaft ausmacht: Tempo, Leidenschaft, Torchancen und jede Menge Nervenkitzel. Während sich viele bereits auf eine Verlängerung eingestellt hatten, schlug Portugal in der Nachspielzeit doch noch zu. Gonçalo Ramos bewies einmal mehr seinen Torriecher und schoss sein Team scheinbar ins Glück.

Doch natürlich war das noch nicht das Ende. In der 103. Minute – ja, richtig gelesen – jubelte Kroatien über den Ausgleich. Sekunden später griff der VAR ein. Abseits. Kein Tor. Aus kroatischer Euphorie wurde blankes Entsetzen, während Portugal erleichtert durchschnaufen durfte.

Am Ende zählt nur eines: Portugal steht im Achtelfinale. Glanzvoll war das nicht, aber manchmal schreiben genau solche Abende WM-Geschichte. Jetzt wartet ausgerechnet Spanien – ein Nachbar, ein Rivale und ein Gegner, der gnadenlos jede Schwäche bestraft. Wenn Portugal dort erneut so fahrlässig mit seinen Chancen umgeht, dürfte das Happy End deutlich schwerer zu schreiben sein.

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