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TGI – Wenn aus Gold plötzlich Blech wird

858265 (CC0), Pixabay

Eine satirische Glosse

Es gibt Unternehmen, die verkaufen Gold. Und es gibt Unternehmen, die schaffen es, dass am Ende nur noch Gesprächsstoff übrig bleibt. Willkommen in der schillernden Welt der TGI AG – wo jede Woche eine neue Folge der Serie „Wer wird Millionär? Hoffentlich ich!“ ausgestrahlt wird.

Nun hat die BaFin den Laden offenbar auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Das Zauberwort lautet: Rückabwicklung. Übersetzt heißt das ungefähr: „Bitte geben Sie den Leuten ihr Geld wieder.“ Das klingt einfacher als es vermutlich ist.

Dabei war das Geschäftsmodell doch so elegant: Kunden zahlen Geld ein, bekommen hin und wieder ein paar Gramm Gold zugeschickt und hoffen, dass irgendwo im Hintergrund ein finanzieller Goldesel fleißig Münzen produziert. Kritiker behaupten allerdings, das habe eher den Charme einer Ratenzahlung mit Goldflitter als einer echten Edelmetallanlage.

Besonders bemerkenswert ist die Firmenhistorie. Aus einer kleinen Gesellschaft wurde erst eine Revolution und schließlich eine TGI AG. Ein bisschen wie beim Autohändler: Neuer Name, neue Farbe – nur der Motor bleibt derselbe. Das Aktienkapital soll dabei erstaunlich überschaubar geblieben sein. Man könnte sagen: große Träume auf kleiner finanzieller Grundfläche.

Auch die Personalpolitik liest sich wie ein besonders hektischer Stuhltanz. Verwaltungsrat rein, Verwaltungsrat raus, Verwaltungsratspräsident wieder rein. Wer da den Überblick behalten wollte, brauchte vermutlich ein Organigramm mit Blinklicht.

Besonders unterhaltsam wird es, wenn von dreistelligen Millionenbeträgen die Rede ist. Als Beleg soll unter anderem ein Screenshot einer E-Mail herhalten. Das erinnert ein wenig an den Klassiker: „Mein Onkel kennt jemanden, der jemanden kennt.“ Für Skeptiker war das ungefähr so überzeugend wie ein Ferrari-Foto als Nachweis für den eigenen Kontostand.

Jetzt beginnt für viele Anleger die spannende Disziplin „Digitale Schatzsuche“. Gesichert werden sollen E-Mails, WhatsApp-Nachrichten, Telegram-Chats und sämtliche Versprechen, die jemals gemacht wurden. Die Cloud wird plötzlich zum wichtigsten Tresor der Republik.

Und während Juristen vermutlich schon die Kaffeemaschinen auf Dauerbetrieb stellen, dürfte sich mancher Vermittler wünschen, er hätte damals statt Gold lieber Briefmarken verkauft. Die erklären wenigstens nicht jede Woche ein neues Geschäftsmodell.

Die eigentliche Moral der Geschichte ist allerdings zeitlos: Wenn ein Investment klingt, als hätte Dagobert Duck persönlich den Werbetext geschrieben, sollte man vielleicht vorher einmal genauer hinschauen. Denn nicht alles, was glänzt, ist Gold – manchmal ist es einfach nur besonders gut poliertes Marketing.

Und falls tatsächlich alle Anleger ihr Geld zurückbekommen sollten, wäre das vermutlich die spektakulärste Goldlieferung der Unternehmensgeschichte.

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  1. Und noch immer hagelt es positive Bewertungen auf trustpilot, jedoch geht echten Kunden so langsam das Licht auf. Die wollen es nicht glauben, eventuell alles zu verlieren und klammern an den Worten des Autoverkäufers und des Ex-Gewichthebers und Moderator der „Show“. Dabei ist die Überheblichkeit „alle sind depat nur wir nicht“ kaum zu überbieten!

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