Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt vor Angeboten auf der Website thfinanz-ag.com. Nach Erkenntnissen der Finanzaufsicht besteht der Verdacht, dass die Betreiber dort ohne die erforderliche Erlaubnis Bankgeschäfte anbieten. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere Festgeldanlagen.
Angebliche Festgeldangebote ohne Erlaubnis
Die BaFin geht davon aus, dass über die Internetseite Einlagengeschäfte beziehungsweise Festgeldanlagen beworben werden, ohne dass die dafür notwendige aufsichtsrechtliche Zulassung vorliegt.
Gerade Festgeldangebote werden von Betrügern häufig genutzt, da sie mit vermeintlich attraktiven Zinssätzen und einem hohen Sicherheitsgefühl werben.
Schweizer Unternehmen offenbar missbraucht
Nach derzeitigen Erkenntnissen der BaFin besteht kein Zusammenhang zwischen der Website thfinanz-ag.com und der tatsächlichen
TH Finanz AG
mit Sitz in der Schweiz.
Die Finanzaufsicht geht daher von einem Identitätsmissbrauch aus. Dabei nutzen unbekannte Betreiber den Namen eines existierenden Unternehmens, um Seriosität und Vertrauen vorzutäuschen.
Typische Merkmale der Betrugsmasche
Der Fall weist mehrere bekannte Warnsignale auf:
- Verwendung des Namens eines real existierenden Unternehmens,
- Angebot von Festgeldanlagen über das Internet,
- fehlende behördliche Erlaubnis,
- unklare Angaben zu den tatsächlichen Verantwortlichen,
- Nutzung professionell wirkender Webseiten zur Anlegergewinnung.
Vorsicht bei ungewöhnlich hohen Zinsen
Die BaFin weist regelmäßig darauf hin, dass unseriöse Festgeldangebote häufig mit überdurchschnittlichen Renditen werben. Anleger sollten deshalb besonders aufmerksam werden, wenn:
- die angebotenen Zinssätze deutlich über dem Marktniveau liegen,
- die Anbieter nicht in offiziellen Aufsichtsregistern zu finden sind,
- Zahlungen auf ausländische Konten verlangt werden,
- oder die Identität des Unternehmens nicht eindeutig überprüfbar ist.
Identitätsmissbrauch nimmt zu
In den vergangenen Monaten haben Aufsichtsbehörden in Deutschland, Luxemburg, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein vermehrt vor Internetseiten gewarnt, die die Namen tatsächlich existierender Finanzunternehmen missbrauchen. Ziel ist es regelmäßig, Anleger zur Überweisung von Geldern oder zur Herausgabe persönlicher Daten zu bewegen.
Fazit
Mit ihrer aktuellen Warnung vor thfinanz-ag.com macht die BaFin auf ein mutmaßlich unerlaubtes Festgeldangebot aufmerksam. Nach Einschätzung der Behörde besteht kein Zusammenhang zur echten schweizerischen TH Finanz AG. Vielmehr sprechen die bisherigen Erkenntnisse für einen Identitätsmissbrauch. Anleger sollten daher keine Gelder überweisen und die Seriosität entsprechender Angebote besonders sorgfältig prüfen.
Hier die Bafin-Meldung:
thfinanz-ag(.)com: Bafin warnt vor der Website
Die Finanzaufsicht Bafin warnt vor Angeboten auf der Website thfinanz-ag(.)com. Es besteht der Verdacht, dass die unbekannten Betreiber dort ohne Erlaubnis Bankgeschäfte, insbesondere Festgeldanlagen, anbieten. Nach derzeitigen Erkenntnissen besteht kein Zusammenhang mit der schweizerischen TH Finanz AG. Es dürfte sich um einen Identitätsmissbrauch handeln.
25.06.2026
Die Bafin warnt vor unseriösen Festgeldangeboten.
Wer in Deutschland Bankgeschäfte, Finanz- und Wertpapierdienstleistungen, Zahlungsdienste oder Kryptowerte-Dienstleistungen anbietet, benötigt dazu die Erlaubnis der Bafin. Einige Unternehmen bieten solche Dienstleistungen jedoch ohne die erforderliche Erlaubnis an. Informationen darüber, ob ein Unternehmen von der Bafin zugelassen ist, finden Sie in der Unternehmensdatenbank.
Die Information der Bafin basiert auf § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz.