Für die Alliance for Infrastructure GmbH mit Sitz in Arnsberg wird kein Insolvenzverfahren eröffnet. Das Amtsgericht Arnsberg hat den Insolvenzantrag einer Gläubigerin im Verfahren mit dem Aktenzeichen 52 IN 348/25 durch Beschluss vom 17. Juni 2026 mangels Masse abgewiesen.
Die Gesellschaft ist unter der Handelsregisternummer HRB 11403 beim Amtsgericht Arnsberg eingetragen und hatte ihren Firmensitz am Litauenring 14 in 59755 Arnsberg. Geschäftsführer des Unternehmens ist Klaus Merckx.
Dem Beschluss vorausgegangen war ein Insolvenzantrag einer Gläubigerin, der bereits am 10. November 2025 beim Insolvenzgericht eingegangen war. Nach der Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse gelangte das Gericht zu dem Ergebnis, dass das vorhandene Vermögen nicht ausreicht, um die Kosten eines Insolvenzverfahrens zu decken. Aus diesem Grund wurde der Antrag auf Eröffnung des Verfahrens mangels Masse abgewiesen.
Die Alliance for Infrastructure GmbH war im Bereich Infrastrukturprojekte und projektbezogene Dienstleistungen tätig. Der Unternehmensname und die öffentliche Ausrichtung deuten auf Tätigkeiten im Umfeld von Infrastrukturentwicklung, Projektmanagement, Planung, Beratung sowie der Begleitung von Investitions- und Bauvorhaben hin. Solche Unternehmen übernehmen häufig koordinierende Aufgaben zwischen Investoren, Auftraggebern, öffentlichen Stellen und ausführenden Unternehmen und sind oftmals an langfristigen Entwicklungs- und Infrastrukturprojekten beteiligt.
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für projektorientierte Unternehmen haben sich in den vergangenen Jahren erheblich verschärft. Hohe Finanzierungskosten, steigende Baupreise, Verzögerungen bei Genehmigungen sowie eine rückläufige Investitionsbereitschaft in verschiedenen Wirtschaftsbereichen haben zahlreiche Unternehmen aus dem Infrastruktur- und Projektentwicklungssektor belastet.
Mit der Entscheidung des Amtsgerichts Arnsberg endet das Verfahren 52 IN 348/25 ohne die Eröffnung eines regulären Insolvenzverfahrens. Für Gläubiger bedeutet die Abweisung mangels Masse regelmäßig, dass nur geringe Aussichten bestehen, offene Forderungen noch realisieren zu können. Die gerichtliche Feststellung, dass keine ausreichenden Vermögenswerte vorhanden sind, unterstreicht die schwierige wirtschaftliche Situation der Gesellschaft.
Der Fall der Alliance for Infrastructure GmbH zeigt erneut, dass auch Unternehmen aus dem Umfeld von Infrastruktur- und Projektentwicklungsleistungen von den anhaltenden wirtschaftlichen Belastungen betroffen sind und selbst eine geordnete Insolvenzabwicklung nicht immer möglich ist, wenn die notwendige Insolvenzmasse fehlt.