Die Zehnte Windpark Support GmbH & Co. KG mit Sitz in Breklum hat ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 veröffentlicht. Die Zahlen vermitteln insgesamt ein solides Bild. Obwohl die Bilanzsumme leicht zurückging, verfügt die Gesellschaft weiterhin über erhebliche liquide Mittel, eine sehr hohe Eigenkapitalquote und nur geringe Verbindlichkeiten. Aus Anlegersicht gehört das Unternehmen damit zu den finanziell stabileren Gesellschaften im Bereich der Windenergie.
Bilanzsumme leicht rückläufig
Die Bilanzsumme verringerte sich im Geschäftsjahr 2024 von rund 2,71 Millionen Euro auf 2,59 Millionen Euro. Der Rückgang um etwa 128.000 Euro entspricht knapp fünf Prozent und fällt damit vergleichsweise moderat aus.
Anders als bei vielen Windparkgesellschaften ist dieser Rückgang nicht auf hohe Abschreibungen oder eine zunehmende Verschuldung zurückzuführen, sondern vor allem auf die Verringerung der liquiden Mittel und den Abbau von Rückstellungen.
Außergewöhnlich hohe Liquiditätsausstattung
Besonders auffällig ist die hohe Liquiditätsreserve der Gesellschaft. Zum Bilanzstichtag verfügte das Unternehmen über Bankguthaben in Höhe von rund 2,28 Millionen Euro.
Damit bestehen fast 90 Prozent des gesamten Vermögens aus frei verfügbaren liquiden Mitteln. Für Anleger ist dies ein deutlicher Stabilitätsfaktor, da ausreichend finanzielle Reserven für Wartungen, Investitionen oder unvorhergesehene Ereignisse vorhanden sind.
Selbst nach dem leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr bleibt die Liquiditätsausstattung außergewöhnlich komfortabel.
Forderungen steigen leicht an
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich von rund 214.000 Euro auf knapp 234.000 Euro.
Die Forderungen sind vollständig kurzfristig fällig und beinhalten unter anderem Umsatzsteuerforderungen. Ausfallrisiken werden im Jahresabschluss nicht erwähnt.
Anlagevermögen nahezu vollständig abgeschrieben
Auf den ersten Blick erscheint das ausgewiesene Anlagevermögen von lediglich 8 Euro ungewöhnlich niedrig. Gleichzeitig weist der Anhang darauf hin, dass das Anlagevermögen im Wesentlichen aus vier Windkraftanlagen besteht.
Dies deutet darauf hin, dass die Anlagen bilanziell nahezu vollständig abgeschrieben wurden. Wirtschaftlich können die Windräder weiterhin Erträge erwirtschaften, in der Bilanz spielen sie jedoch kaum noch eine Rolle.
Für Anleger bedeutet dies, dass die Gesellschaft von früheren Investitionen profitiert und keine hohen Abschreibungsbelastungen mehr tragen muss.
Eigenkapital auf hohem Niveau
Das Eigenkapital erhöhte sich leicht von rund 1,83 Millionen Euro auf 1,84 Millionen Euro.
Die Eigenkapitalquote liegt bei rund 71 Prozent der Bilanzsumme. Dies ist ein außergewöhnlich hoher Wert und deutlich besser als bei den meisten Windparkgesellschaften, die häufig mit erheblichen Bankdarlehen finanziert werden.
Eine derart starke Eigenkapitalbasis bietet hohe finanzielle Sicherheit und macht das Unternehmen weitgehend unabhängig von externen Kapitalgebern.
Verbindlichkeiten nahezu bedeutungslos
Besonders positiv fällt die äußerst geringe Verschuldung auf.
Die gesamten Verbindlichkeiten betragen lediglich rund 5.300 Euro nach rund 21.800 Euro im Vorjahr. Damit spielen Fremdmittel in der Finanzierung praktisch keine Rolle mehr.
Das Unternehmen verfügt somit faktisch über eine schuldenfreie Bilanz.
Für Anleger reduziert dies das Risiko steigender Finanzierungskosten oder möglicher Liquiditätsengpässe erheblich.
Rückstellungen weiterhin auf hohem Niveau
Die Rückstellungen gingen von rund 865.000 Euro auf etwa 744.000 Euro zurück.
Der größte Teil entfällt auf Rückbauverpflichtungen für die Windkraftanlagen. Allein hierfür wurden rund 419.000 Euro zurückgestellt.
Weitere Rückstellungen bestehen unter anderem für:
- zukünftige Entwicklungsprojekte im Bereich erneuerbare Energien (150.000 Euro),
- Nachrüstungs- und Instandhaltungsmaßnahmen der Windkraftanlagen (85.000 Euro),
- sonstige ungewisse Verpflichtungen (59.000 Euro).
Die Gesellschaft berücksichtigt damit wesentliche zukünftige Belastungen bereits heute in ihrer Bilanz.
Keine Mitarbeiter beschäftigt
Wie bei vielen Windparkgesellschaften beschäftigt die Gesellschaft keine eigenen Arbeitnehmer.
Der Betrieb erfolgt über externe Dienstleister sowie die geschäftsführende Komplementärin. Dadurch entstehen geringe Personalkosten und eine schlanke Kostenstruktur.
Positiv: Vorsorge für Rückbau und Modernisierung
Aus Anlegersicht ist hervorzuheben, dass die Gesellschaft nicht nur erhebliche Rückbauverpflichtungen berücksichtigt, sondern auch Rückstellungen für zukünftige Nachrüstungen und die Entwicklung neuer grüner Projekte bildet.
Dies spricht für eine vorsichtige Bilanzpolitik und eine langfristige Planung der Unternehmensführung.
Bewertung aus Anlegersicht
Der Jahresabschluss vermittelt insgesamt einen sehr stabilen Eindruck.
Positiv zu bewerten sind insbesondere:
- die sehr hohe Eigenkapitalquote von rund 71 Prozent,
- die außerordentlich hohe Liquiditätsreserve,
- die nahezu vollständige Schuldenfreiheit,
- die umfangreichen Vorsorgerückstellungen,
- die konservative Bilanzierung.
Risiken ergeben sich vor allem aus dem Alter der Windkraftanlagen. Da diese bilanziell praktisch vollständig abgeschrieben sind, könnten in den kommenden Jahren erhöhte Wartungs- oder Ersatzinvestitionen notwendig werden. Dafür wurden allerdings bereits entsprechende Rückstellungen gebildet.
Fazit
Die Zehnte Windpark Support GmbH & Co. KG präsentiert sich zum Jahresende 2024 als finanziell äußerst solide aufgestelltes Unternehmen. Die Gesellschaft verfügt über erhebliche Liquiditätsreserven, eine sehr starke Eigenkapitalbasis und nahezu keine Finanzschulden.
Trotz des leichten Rückgangs der Bilanzsumme bleibt die finanzielle Situation stabil. Die hohen Rückstellungen für Rückbau, Instandhaltung und zukünftige Projekte zeigen zudem eine vorsichtige und nachhaltige Unternehmensführung. Aus Anlegersicht gehört die Gesellschaft damit zu den finanziell robusteren Windparkunternehmen im Markt.