Ein schwerer Brand in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi hat mindestens 21 Menschen das Leben gekostet und zahlreiche weitere verletzt. Das Feuer brach in einem mehrstöckigen Gebäude aus, in dem sich nach Behördenangaben auch ein Hotel befand. Die Katastrophe löste einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei aus und erschütterte die Millionenmetropole.
Nach ersten Informationen wurden mehr als 40 Menschen aus dem brennenden Gebäude gerettet. Viele der Überlebenden mussten mit Rauchvergiftungen, schweren Verbrennungen oder anderen Verletzungen in umliegende Krankenhäuser eingeliefert werden. Rettungskräfte kämpften über Stunden gegen die Flammen und durchsuchten das Gebäude nach weiteren Vermissten. Die Behörden schlossen zunächst nicht aus, dass die Zahl der Todesopfer noch steigen könnte.
Augenzeugen berichteten von dramatischen Szenen. Dichter Rauch soll bereits aus mehreren Stockwerken aufgestiegen sein, bevor sich das Feuer rasch ausbreitete. Einige Menschen versuchten offenbar, sich auf Balkone oder an Fenster zu retten, während Einsatzkräfte Leitern und Rettungsgeräte einsetzten, um Eingeschlossene in Sicherheit zu bringen.
Besonders tragisch ist, dass sich unter den Todesopfern offenbar auch mehrere ausländische Staatsangehörige befinden. Nach Angaben der indischen Nachrichtenagentur PTI kamen Menschen aus Ländern Zentralasiens und Afrikas ums Leben. Die Identifizierung der Opfer gestaltete sich aufgrund der Schwere des Brandes teilweise schwierig. Konsularische Vertretungen verschiedener Staaten wurden informiert.
Die genaue Brandursache war zunächst unklar. Ermittler und Brandschutzexperten begannen mit der Untersuchung des Unglücksortes. Dabei wird unter anderem geprüft, ob technische Defekte, Kurzschlüsse oder Verstöße gegen Brandschutzvorschriften zum Ausbruch des Feuers beigetragen haben könnten.
Brände mit vielen Todesopfern sind in Indien leider keine Seltenheit. Immer wieder weisen Experten auf Mängel beim Brandschutz hin. Insbesondere ältere Gebäude verfügen häufig nicht über ausreichende Notausgänge, moderne Brandmeldeanlagen oder funktionierende Feuerlöschsysteme. Hinzu kommen Probleme bei der Einhaltung von Sicherheitsstandards sowie Überbelegungen in Hotels und Wohnhäusern.
Neu-Delhi zählt mit mehr als 30 Millionen Einwohnern zu den größten Ballungsräumen der Welt. Die hohe Bebauungsdichte, enge Straßen und teilweise veraltete Infrastruktur erschweren bei Großbränden häufig die Arbeit der Rettungskräfte. Feuerwehrfahrzeuge haben oftmals Schwierigkeiten, die Einsatzorte schnell zu erreichen.
Die Katastrophe hat landesweit Bestürzung ausgelöst. Politiker und Behördenvertreter sprachen den Angehörigen der Opfer ihr Mitgefühl aus und kündigten eine umfassende Untersuchung an. Gleichzeitig werden erneut Forderungen laut, die Brandschutzkontrollen in Hotels, Wohnanlagen und Geschäftsgebäuden deutlich zu verschärfen.
Während die Ermittlungen weiterlaufen, konzentrieren sich die Behörden nun auf die Versorgung der Verletzten und die Unterstützung der betroffenen Familien. Das Unglück zählt bereits jetzt zu den schwersten Brandkatastrophen in der indischen Hauptstadt in jüngerer Zeit und wirft erneut Fragen zur Sicherheit vieler Gebäude im Land auf.