Das Zindstein Vermögens-Mandat hat im Geschäftsjahr 2025/2026 ein herausragendes Ergebnis erzielt. Mit einer Wertsteigerung von 30,77 % (Anteilklasse P) bzw. 30,58 % (Anteilklasse V) übertraf der Fonds nicht nur seine eigene Historie, sondern laut Fondsmanagement auch wichtige Aktienindizes wie DAX, EuroStoxx 50, S&P 500 und Nasdaq 100. Dies gelang trotz einer vergleichsweise niedrigen durchschnittlichen Aktienquote von lediglich rund 26 %.
Aus Anlegersicht ist besonders bemerkenswert, dass diese Performance nicht durch eine aggressive Aktienstrategie erzielt wurde, sondern durch eine Kombination aus Risikomanagement, antizyklischen Investitionen und gezielten Schwerpunkten in Gold, Goldminen, Energieunternehmen sowie defensiven Sektoren.
Positive Aspekte
1. Überdurchschnittliche Rendite bei kontrolliertem Risiko
Der Fonds konnte die starke Marktkorrektur im Frühjahr 2025 infolge der US-Zollankündigungen weitgehend vermeiden. Die hohe Absicherungsquote und die vorsichtige Positionierung schützten das Portfolio in der Schwächephase, während anschließend die Markterholung erfolgreich genutzt wurde.
Für Anleger ist dies ein Hinweis auf ein funktionierendes aktives Risikomanagement, das nicht nur auf steigende Märkte setzt, sondern Verluste begrenzen möchte.
2. Hohe Liquiditätsreserve
Zum Bilanzstichtag hielt der Fonds rund 7,9 Mio. Euro liquide Mittel, was etwa 34 % des Fondsvermögens entspricht.
Diese hohe Liquiditätsquote bietet:
Schutz bei Marktrückgängen,
Flexibilität für neue Investitionen,
geringeres Gesamtrisiko als bei vollständig investierten Fonds.
3. Erfolgreiche Themeninvestitionen
Besonders erfolgreich waren Investitionen in:
Gold und Goldminen,
Uranunternehmen,
Energieaktien,
US-Versorger,
Osteuropa,
Schweiz.
Die größte Einzelposition ist ein Goldminen-ETF mit über 13 % Fondsanteil. Zusammen mit Xetra-Gold und weiteren Rohstoffinvestments zeigt sich eine klare Ausrichtung auf reale Sachwerte.
4. Langfristig steigende Fondsentwicklung
Die Anteilwerte haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert:
Jahr Anteilklasse P
2023 100,48 €
2024 96,79 €
2025 105,90 €
2026 136,47 €
Die Entwicklung zeigt, dass die Strategie nach einer schwächeren Phase wieder deutlich an Dynamik gewonnen hat.
Kritische Punkte
1. Hohe Kostenbelastung
Ein wesentlicher Nachteil für Anleger sind die vergleichsweise hohen Kosten.
Anteilklasse P
TER: 2,13 %
Performance Fee: 3,92 %
Anteilklasse V
TER: 2,60 %
Performance Fee: 3,53 %
Diese Gebühren liegen deutlich über den Kosten passiver ETFs und schmälern langfristig den Vermögensaufbau.
2. Starke Abhängigkeit vom Fondsmanagement
Der Fonds verfolgt keinen Index und keine feste Allokation. Der Erfolg hängt daher stark von den Entscheidungen des Fondsberaters ab.
Das bedeutet:
Bei guten Entscheidungen sind hohe Mehrerträge möglich.
Fehlentscheidungen können jedoch ebenfalls erhebliche Auswirkungen haben.
3. Konzentration auf spezielle Themen
Die hohe Gewichtung von:
Goldminen,
Uran,
Energie,
Osteuropa,
kann in bestimmten Marktphasen überdurchschnittliche Erträge bringen, führt aber gleichzeitig zu erhöhten Schwankungsrisiken.
Risikobeurteilung
Das Fondsmanagement selbst weist auf zahlreiche Risiken hin:
geopolitische Konflikte,
steigende Staatsverschuldung,
mögliche Überbewertungen im KI-Sektor,
Inflationsrisiken,
Währungsrisiken,
Unsicherheiten an den Anleihemärkten.
Positiv ist, dass diese Risiken bereits sichtbar in der Positionierung berücksichtigt werden. Die hohe Liquidität und die vergleichsweise moderate Aktienquote sprechen für einen vorsichtigen Ansatz.
Fazit aus Anlegersicht
Das Zindstein Vermögens-Mandat hat im Geschäftsjahr 2025/2026 eindrucksvoll bewiesen, dass aktives Management einen Mehrwert schaffen kann. Die Kombination aus defensiver Grundhaltung, konsequenter Absicherung und erfolgreichen Themeninvestitionen führte zu einer außergewöhnlichen Rendite von über 30 %.
Für Anleger, die:
aktive Vermögensverwaltung bevorzugen,
Marktrisiken reduzieren möchten,
von Gold-, Rohstoff- und Sachwerttrends profitieren wollen,
stellt der Fonds eine interessante Option dar.
Dem stehen jedoch die relativ hohen Kosten sowie die starke Abhängigkeit von den Entscheidungen des Fondsmanagements gegenüber.