Der Jahresbericht des Fonds zeigt ein insgesamt sehr starkes Geschäftsjahr 2025. Aus Anlegersicht präsentiert sich der Antecedo Growth Supreme als offensiv ausgerichteter Technologie-Fonds mit innovativer Absicherungsstrategie, der besonders für investitionsfreudige Anleger mit Fokus auf US-Technologie interessant ist.
Sehr starke Performance trotz volatiler Märkte
Mit einer Jahresrendite von +21,52 % (Anteilklasse I) bzw. +20,76 % (Anteilklasse R) konnte der Fonds im Jahr 2025 eine überzeugende Wertentwicklung erzielen. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass diese Performance nicht ausschließlich durch steigende Aktienmärkte erreicht wurde, sondern zusätzlich von der integrierten Optionsstrategie profitierte.
Das Fondsmanagement profitierte insbesondere von:
der starken Entwicklung großer Technologieunternehmen,
dem anhaltenden KI-Boom,
Zinssenkungen in den USA,
steigenden Unternehmensgewinnen im Technologiesektor.
Klare Ausrichtung auf US-Technologie und künstliche Intelligenz
Das Portfolio ist stark auf den amerikanischen Technologiesektor konzentriert. Rund 65 % des Fondsvermögens entfallen auf US-Aktien, wobei Schwergewichte wie:
NVIDIA Corporation,
Apple Inc.,
Microsoft Corporation,
Alphabet Inc.,
Amazon.com, Inc.
zu den größten Positionen zählen.
Der Fonds setzt damit konsequent auf strukturelle Wachstumstrends wie:
künstliche Intelligenz,
Cloud Computing,
Halbleiter,
Cybersecurity,
digitale Plattformökonomie.
Für langfristig orientierte Anleger bleibt dieser Sektor trotz hoher Bewertungen einer der attraktivsten Wachstumsmärkte weltweit.
Besonderheit: Kombination aus Aktien und Optionsstrategie
Ein wesentlicher Unterschied zu klassischen NASDAQ-Fonds ist die aktive Derivate-Strategie:
Verkauf von Call-Optionen zur Generierung zusätzlicher Prämieneinnahmen,
Kauf von Indexoptionen zur Wiederherstellung der Marktpartizipation,
zusätzliche Schutzmechanismen gegen starke Kursverluste.
Dadurch versucht der Fonds, die Vorteile eines Wachstumsfonds mit einem gewissen Risikopuffer zu kombinieren. Besonders in turbulenten Marktphasen kann dies die Verluste deutlich begrenzen. Gleichzeitig profitiert der Fonds von steigender Volatilität („long volatility“).
Starkes Wachstum des Fondsvolumens als positives Signal
Das Fondsvermögen stieg innerhalb eines Jahres von rund 12 Mio. EUR auf knapp 89 Mio. EUR. Dieser massive Kapitalzufluss deutet auf wachsendes Anlegervertrauen hin.
Ein steigendes Fondsvolumen kann positiv bewertet werden, weil:
die Marktakzeptanz zunimmt,
die Liquidität verbessert wird,
Skaleneffekte entstehen können.
Chancen aus Anlegersicht
Der Fonds bietet mehrere attraktive Eigenschaften:
hohe Beteiligung an US-Technologie-Wachstum,
professionelle Absicherungsstrategie,
aktives Risikomanagement,
Partizipation an KI- und Halbleitertrend,
potenziell geringere Drawdowns als reine NASDAQ-Investments.
Besonders für Anleger, die grundsätzlich bullish auf US-Technologie bleiben, aber stärkere Kurseinbrüche etwas abfedern möchten, kann das Konzept interessant sein.
Risiken bleiben dennoch erheblich
Trotz der gelungenen Strategie handelt es sich weiterhin um einen offensiven Wachstumsfonds mit erhöhtem Risiko:
starke Abhängigkeit vom Technologiesektor,
hohe Konzentration auf wenige US-Großkonzerne,
komplexe Derivate-Struktur,
mögliche Belastungen bei fallender Volatilität,
Währungsrisiken durch US-Dollar-Exposure.
Gerade die starke Fokussierung auf den NASDAQ-100 macht den Fonds empfindlich gegenüber Korrekturen im Technologiesektor. Auch die eingesetzten Optionen können in bestimmten Marktphasen die Rendite begrenzen oder zusätzliche Kosten verursachen.
Gesamtfazit aus Investorensicht
Der Antecedo Growth Supreme überzeugte 2025 mit einer starken Performance und einem professionell umgesetzten Risikomanagement. Besonders positiv hervorzuheben ist die intelligente Kombination aus Wachstumsorientierung und Absicherungsmechanismen.
Für risikobereite Anleger mit langfristigem Anlagehorizont und positiver Einschätzung des Technologiesektors kann der Fonds eine attraktive Ergänzung im Depot darstellen. Konservative Anleger sollten jedoch die hohe Abhängigkeit vom US-Technologiesektor und die komplexe Derivatestrategie berücksichtigen.