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Allianz Fonds Schweiz 2025: Solide Gewinne, aber deutliche Unterperformance gegenüber dem Markt

geralt (CC0), Pixabay

Der Jahresbericht 2025 des Allianz Fonds Schweiz zeigt aus Anlegersicht ein gemischtes Bild: Einerseits profitierte der Fonds von der starken Erholung des europäischen und insbesondere des Schweizer Aktienmarktes, andererseits blieb die Performance deutlich hinter dem Vergleichsindex zurück.

Der Fonds verfolgt weiterhin eine klare Strategie mit Fokus auf große Schweizer Qualitätsunternehmen, insbesondere aus dem Gesundheitssektor. Gleichzeitig wurden Finanzwerte übergewichtet und Positionen aus Industrie, Konsum und Rohstoffen selektiv beigemischt. Diese Ausrichtung führte zwar zu positiven Renditen, konnte jedoch die starke Entwicklung des breiten Schweizer Aktienmarktes nicht vollständig nutzen.

Besonders kritisch ist aus Investorensicht die deutliche Unterperformance gegenüber dem Benchmarkindex SPI Total Return Gross. Während die Anteilklasse A (EUR) lediglich 11,04 % erzielte, legte der Vergleichsindex um 18,76 % zu. Die Fondsleitung führt dies vor allem auf ungünstige Einzelpositionen in den Bereichen Gesundheit, Finanzen und Industrie zurück. Für aktive Fondsmanager ist eine derart große Abweichung gegenüber dem Index ein wesentlicher Kritikpunkt, da Anleger für das aktive Management höhere Gebühren bezahlen.

Positiv hervorzuheben ist die grundsätzlich solide Struktur des Portfolios. Mit rund 96,9 % Aktienquote ist der Fonds nahezu vollständig investiert und setzt auf etablierte Schweizer Blue Chips wie Novartis, Roche, Nestlé, UBS und Zurich Insurance. Die größten Einzelpositionen waren Novartis (9,72 %), Roche (9,49 %), Nestlé (8,50 %) sowie UBS (6,55 %). Dadurch verfügt der Fonds über eine hohe Qualität und Stabilität, allerdings gleichzeitig über eine starke Konzentration auf wenige Schwergewichte des Schweizer Marktes.

Aus Risikosicht wirkt der Fonds insgesamt robust. Das Liquiditäts- und Ausfallrisiko wurde als gering eingestuft, während das Marktpreisrisiko aufgrund der hohen Aktienquote erwartungsgemäß als hoch bewertet wurde. Währungsrisiken spielen hingegen nur eine untergeordnete Rolle, da nahezu sämtliche Investments in Schweizer Franken gehalten werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt für Anleger sind die Kosten. Die klassischen Anteilklassen verlangen eine „All-In-Fee“ von bis zu 1,80 % pro Jahr. Angesichts der deutlichen Unterperformance gegenüber dem Index erscheint diese Gebührenstruktur relativ hoch. Kostengünstigere Anteilklassen wie „P“ oder „IT“ schneiden hier attraktiver ab.

Erfreulich ist hingegen die Entwicklung des Fondsvolumens. Besonders die Anteilklassen A2 (CHF) und RT (CHF) verzeichneten deutliche Mittelzuflüsse. Dies deutet darauf hin, dass Anleger weiterhin Vertrauen in den Schweizer Markt und die defensive Qualitätsstrategie des Fonds haben.

Insgesamt präsentiert sich der Allianz Fonds Schweiz als defensiv orientierter Qualitätsfonds mit Fokus auf stabile Schweizer Großunternehmen. Für langfristig orientierte Anleger, die Wert auf Stabilität, ESG-Merkmale und Schweizer Blue Chips legen, bleibt der Fonds grundsätzlich interessant. Allerdings müssen Investoren akzeptieren, dass die aktive Strategie im Jahr 2025 deutlich hinter dem Markt zurückblieb und die hohen Verwaltungsgebühren die Nettorendite zusätzlich belasten. Aus Renditesicht wäre ein günstiger ETF auf den Schweizer Gesamtmarkt im Berichtsjahr die klar erfolgreichere Alternative gewesen.

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