Aus Anlegersicht zeigt der Jahresbericht ein insgesamt positives, aber nicht risikofreies Bild. Der Fonds profitierte 2025 deutlich von der starken Entwicklung globaler Aktienmärkte, insbesondere von US-Technologie- und KI-Werten. Die Aktienquote wurde von 63 % auf rund 67 % erhöht; zum Jahresende lagen 43,23 % des Fondsvermögens allein in US-Aktien. Die größten Positionen Alphabet, Amazon und Microsoft verdeutlichen die starke Ausrichtung auf wachstums- und technologielastige Qualitätswerte.
Positiv fällt die breite Beimischung defensiver Konsumwerte wie Nestlé, Unilever, Reckitt, PepsiCo, Mondelez oder L’Oréal auf. Diese Titel können in schwächeren Marktphasen stabilisierend wirken. Zusätzlich hält der Fonds 16,16 % Bankguthaben, 11,52 % Anleihen mit kurzer Laufzeit sowie 5,24 % Xetra-Gold. Damit bleibt der Fonds trotz hoher Aktienquote flexibel und besitzt Liquiditätsreserven.
Die Wertentwicklung war je nach Anteilklasse unterschiedlich: Die institutionelle IT-Klasse erzielte mit 17,43 % die beste Performance, während SI auf 5,76 % und PT auf 4,52 % kamen. Für Privatanleger ist besonders die PT-Klasse relevant. Dort belasten die Gesamtkostenquote von 1,83 %, eine erfolgsabhängige Vergütung von 0,41 % sowie ein Ausgabeaufschlag von 5 % die Rendite deutlich. Im Vergleich dazu sind die Kosten der SI-Klasse mit 1,13 % spürbar niedriger.
Kritisch zu sehen ist die starke Abhängigkeit von US-Dollar-Anlagen und US-Technologiewerten. Währungsabsicherungen wurden nicht vorgenommen. Ein fallender US-Dollar oder Rückschläge bei hoch bewerteten KI- und Plattformunternehmen könnten die Fondsentwicklung daher deutlich belasten. Auch die Fondsgröße ist mit rund 14,6 Mio. EUR noch relativ klein, wobei Mittelzuflüsse in der SI-Klasse positiv auffallen.
Insgesamt eignet sich der Fonds für Anleger, die einen aktiv gemanagten, globalen Mischfonds mit Value-orientierter Einzeltitelauswahl suchen und bereit sind, substanzielle Aktien-, Währungs- und Technologiesektorrisiken zu tragen. Die Anlagepolitik wirkt nachvollziehbar und qualitätsorientiert, doch Privatanleger sollten die Kostenstruktur und die hohe Konzentration auf wenige US-Großkonzerne besonders genau prüfen.