Im Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der LHC 4 GmbH hat das Amtsgericht Charlottenburg – Insolvenzgericht am 26. April 2026 um 19:10 Uhr Sicherungsmaßnahmen zur Stabilisierung der Vermögenslage beschlossen. Das Verfahren wird unter dem Aktenzeichen 3611 IN 2643/26 geführt. Die Gesellschaft war zuvor in Zossen (Zum Bahnhof 57 A, 15806) ansässig und hat ihren aktuellen Sitz in der Zimmerstraße 16, 10969 Berlin. Eingetragen ist sie beim Amtsgericht Potsdam unter der Handelsregisternummer HRB 31180. Geschäftsführer ist Nikolaus Ziegert.
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde – wie bereits in einem verbundenen Verfahren aus dem gleichen Unternehmensumfeld – Rechtsanwalt Friedemann Ulrich Schade bestellt. Das Gericht ordnete an, dass Verfügungen über Vermögensgegenstände der Gesellschaft nur noch mit dessen Zustimmung wirksam sind.
Zugleich wurde ein umfassender Vollstreckungsschutz angeordnet: Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen die Gesellschaft sind – mit Ausnahme solcher, die unbewegliches Vermögen betreffen – untersagt oder vorläufig eingestellt. Schuldner der Gesellschaft wurden verpflichtet, Zahlungen ausschließlich an den vorläufigen Insolvenzverwalter zu leisten.
Dieser ist berechtigt, ein Sonderkonto einzurichten, Bankguthaben einzuziehen sowie Forderungen zu sichern. Darüber hinaus verfügt er über weitreichende Einsichts- und Prüfungsrechte gegenüber der Gesellschaft, Kreditinstituten und Behörden, um die wirtschaftliche Lage zu klären.
Der Geschäftszweig der LHC 4 GmbH liegt im Handel mit Grundstücken. Solche Gesellschaften sind typischerweise im An- und Verkauf von Immobilien, der Entwicklung von Projekten sowie der Strukturierung entsprechender Transaktionen tätig.
Mit der Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung befindet sich das Verfahren in der Prüfungsphase. Ziel ist die Sicherung der Vermögenswerte und die Feststellung, ob die Voraussetzungen für die Eröffnung eines regulären Insolvenzverfahrens vorliegen. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.