Die Aktien des Verpackungsherstellers Gerresheimer haben nach Berichten über ein mögliches Übernahmeinteresse kräftig zugelegt. Auslöser sind Insiderinformationen, wonach der US-Konzern Silgan Holdings eine Offerte prüft.
Spekulationen um Angebot deutlich über Börsenkurs
Demnach könnte ein mögliches Angebot bei rund 41 Euro je Aktie liegen – und damit mehr als doppelt so hoch wie der zuletzt gehandelte Kurs von etwa 20 Euro. Ob es tatsächlich zu einer Übernahme kommt, ist jedoch völlig offen.
Kurs reagiert sofort
An der Börse reagierten Anleger prompt: Die Gerresheimer-Aktie legte zeitweise um mehr als 25 Prozent zu. Dennoch bleibt das Papier im Jahresvergleich stark unter Druck – seit Jahresbeginn hat es rund ein Drittel an Wert verloren.
Gründe für Kursschwäche
Hintergrund der schwachen Entwicklung sind unter anderem Probleme bei der Rechnungslegung. Die Finanzaufsicht BaFin prüft aktuell Geschäftsberichte des Unternehmens. Im Fokus stehen unter anderem Bilanzierungspraktiken sowie mögliche unterlassene Abschreibungen.
Unternehmen mit globaler Bedeutung
Gerresheimer beschäftigt weltweit rund 13.600 Mitarbeitende und produziert Spezialverpackungen für die Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelindustrie.
Fazit
Die Kursrally zeigt, wie stark Übernahmefantasien den Markt bewegen können. Ob aus den Spekulationen jedoch ein konkretes Angebot wird, bleibt abzuwarten.