Ein jahrelanger Familienkonflikt hat in Merseburg (Sachsen-Anhalt) ein Haus aus dem historischen Dom-Ensemble praktisch wertlos gemacht. Die Immobilie, die einst rund 250.000 Euro wert war, gilt heute nur noch als Ruine. Gutachter schätzen den aktuellen Wert auf lediglich etwa 4100 Euro.
Auslöser ist ein seit fast elf Jahren andauernder Erbstreit zwischen der Mutter eines verstorbenen Mannes und dessen Lebensgefährtin. Der Konflikt führte zu zahlreichen Gerichtsverfahren, Strafanzeigen und gegenseitigen Vorwürfen. Während sich die Parteien vor Gericht bekämpften, blieb das Haus über Jahre hinweg versiegelt und ungenutzt.
Streit eskalierte über Jahre
Der Konflikt soll so weit gegangen sein, dass sogar ein Gerichtsverfahren um einen Nymphensittich geführt wurde. Gleichzeitig verfiel das Gebäude immer weiter, weil es weder gepflegt noch genutzt wurde.
Durch den langen Leerstand und fehlende Instandhaltung entstanden massive Schäden an der Bausubstanz. Heute gilt das Gebäude praktisch als wirtschaftlicher Totalschaden.
Wertverfall durch jahrelangen Stillstand
Experten sehen in dem Fall ein Beispiel dafür, wie langwierige Erbstreitigkeiten Immobilien massiv entwerten können, wenn keine Einigung erzielt wird und das Eigentum über Jahre brachliegt.
Der Streit um das Haus ist weiterhin nicht endgültig beendet – und der Konflikt zwischen den Beteiligten scheint noch immer nicht beigelegt zu sein.