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Tödliche Messerattacke in Bayern: 19-Jährige zu neun Jahren Haft verurteilt

succo (CC0), Pixabay

Nach einem tödlichen Messerangriff auf einen 15-jährigen Jugendlichen hat das Landgericht Ansbach eine 19-jährige Frau zu neun Jahren Jugendhaft verurteilt. Das Gericht wertete die Tat als Totschlag.

Der Angriff ereignete sich im Juni 2025 an einer Bushaltestelle in Mittelfranken in der Nähe des Brombachsees. Nach den Feststellungen der Richter trafen der Jugendliche und die junge Frau zufällig aufeinander. Auslöser der späteren Eskalation soll gewesen sein, dass der 15-Jährige die Frau von der anderen Straßenseite aus nach einer Zigarette gefragt hatte.

Daraufhin entwickelte sich ein Streit zwischen den beiden, bei dem sie sich laut Gericht gegenseitig beleidigten. Kurz darauf ging die Angeklagte zusammen mit ihrem Bruder über die Straße. Zuvor hatte sie ein Taschenmesser aus der Handtasche ihrer Partnerin genommen.

Es kam zunächst zu einem Handgemenge zwischen dem Bruder der Angeklagten und dem Jugendlichen. In der Auseinandersetzung schlug die 19-Jährige dem Jungen mit der Faust ins Gesicht. Als dieser zurückschlug, zog sie das Messer und stach ihm in den Hals.

Der schwer verletzte Jugendliche versuchte noch, die Wunde mit den Händen zu schließen, sank jedoch zunächst gegen einen Zaun und anschließend zu Boden. Zeugen eilten herbei und versuchten zu helfen, doch für den 15-Jährigen kam jede Hilfe zu spät – er starb noch am Tatort.

Während des Streits soll die Angeklagte das Opfer auch rassistisch beleidigt haben. Der Jugendliche besaß die deutsche und brasilianische Staatsangehörigkeit. Das Gericht stellte jedoch fest, dass kein rassistisches Tatmotiv nachgewiesen werden konnte. Die Beleidigung sei zwar gefallen, habe aber nach Ansicht der Richter keinen entscheidenden Einfluss auf den Tatablauf gehabt.

Mit dem Urteil muss die heute 19-Jährige nun eine Jugendstrafe von neun Jahren verbüßen.

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