Was als offenbar gedankenlose Aktion begann, könnte für einen 29-jährigen Mann in Polen drastische Konsequenzen haben. Mit gefüllten Joghurtbechern soll er während der Fahrt mehrere Fahrzeuge attackiert und erhebliche Schäden verursacht haben. Nun drohen ihm bis zu fünf Jahre Gefängnis.
Der Vorfall ereignete sich auf einer Landesstraße bei Chojnice im Nordwesten Polens, rund 125 Kilometer von der Hafenstadt Danzig entfernt. Nach Angaben der Polizei saß der Mann als Beifahrer in einem Auto und warf bei voller Fahrt volle Joghurtbecher aus dem Seitenfenster auf entgegenkommende Fahrzeuge.
Drei Treffer, mehrere zerstörte Scheiben
Die improvisierten Wurfgeschosse trafen mehrfach ihr Ziel – stets mit gravierenden Folgen. Bei einem Renault entstand ein Schaden von umgerechnet etwa 260 Euro, bei einem VW wurden rund 307 Euro fällig. Besonders schwer traf es einen Reisebus: Dessen große Frontscheibe wurde komplett zerstört. Die Reparaturkosten werden auf rund 1900 Euro geschätzt.
Neben dem materiellen Schaden sehen die Ermittler vor allem die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer als gravierend an. Eine zerberstende Frontscheibe bei hoher Geschwindigkeit kann für Fahrer und Mitreisende lebensbedrohliche Situationen hervorrufen.
Videos und Zeugen führen zur Anklage
Überwachungsvideos sowie Aussagen von Zeugen führten die Polizei auf die Spur des mutmaßlichen Täters. Inzwischen wurde Anklage wegen Sachbeschädigung erhoben. Nach polnischem Recht kann auf eine solche Tat eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren folgen.
Warum der Mann mit Lebensmitteln auf Fahrzeuge warf, ist bislang unklar. Klar ist jedoch: Was wie ein makabrer Streich wirkt, entwickelte sich zu einer gefährlichen Attacke mit erheblichen Konsequenzen – für die Betroffenen im Straßenverkehr ebenso wie für den Beschuldigten selbst.