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Kleine Komplementär-GmbH mit klarer Struktur: BinnenWind Windpark Verwaltungs GmbH 2024

geralt (CC0), Pixabay

Die BinnenWind Windpark Verwaltungs GmbH mit Sitz in Mainz ist eine klassische Verwaltungs- und Komplementärgesellschaft im Bereich erneuerbare Energien. Der Jahresabschluss 2024 zeigt eine sehr überschaubare Bilanz – mit stabiler Ertragslage und geringem Risiko.

Bilanzsumme leicht gestiegen

Die Bilanzsumme wächst moderat von 34.205 Euro auf 36.423 Euro.

Das gesamte Vermögen besteht ausschließlich aus Umlaufvermögen:

  • Forderungen: 13.147 Euro

  • Bankguthaben: 23.277 Euro

Anlagevermögen wird nicht ausgewiesen. Das ist typisch für eine reine Verwaltungs-GmbH ohne operative Anlagen oder eigene Infrastruktur.

Solide Eigenkapitalquote

Das Eigenkapital steigt von 26.765 Euro auf 28.509 Euro.

Die Eigenkapitalquote liegt damit bei rund 78 Prozent – für eine Kleinstkapitalgesellschaft ein sehr komfortabler Wert.

Struktur des Eigenkapitals:

  • Gezeichnetes Kapital: 25.000 Euro

  • Gewinnvortrag: 1.765 Euro

  • Jahresüberschuss 2024: 1.744 Euro

Der Jahresüberschuss liegt etwas unter dem Vorjahreswert (2.500 Euro), bewegt sich aber im stabilen Rahmen der laufenden Haftungsvergütung.

Ertragsstruktur klar kalkulierbar

Die Gesellschaft erzielt:

  • 2.500 Euro Umsatzerlöse (Haftungsvergütungen)

  • 8.723 Euro sonstige betriebliche Erträge (Kostenweiterbelastungen an verbundene Gesellschaften)

Dem gegenüber stehen:

  • 3.000 Euro Materialaufwand (kaufmännische Betriebsführung)

  • 5.723 Euro sonstige Aufwendungen (Beratung, Prüfung etc.)

Das Geschäftsmodell ist damit klar strukturiert:
Die GmbH übernimmt Geschäftsführungsfunktionen und reicht Kosten im Wesentlichen an die betreuten Windparkgesellschaften weiter.

Kaum Verschuldung

Verbindlichkeiten bestehen lediglich in Höhe von 1.294 Euro – ausschließlich Steuerverbindlichkeiten.

Alle Verbindlichkeiten sind kurzfristig.
Es bestehen keine Bankdarlehen, keine langfristigen Verpflichtungen.

Wichtiger Punkt: Haftungsfunktion

Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin (Komplementärin) bei:

  • Windpark Kahlenberg II GmbH & Co. KG

  • Windpark Kahlenberg III GmbH & Co. KG

Das bedeutet:
Operativ trägt sie als Komplementärin Haftungsverantwortung – wirtschaftlich ist diese jedoch regelmäßig durch Haftungsvergütungen und interne Vereinbarungen abgesichert.

Eigene Mitarbeiter beschäftigt die Gesellschaft nicht.

Gesellschafterstruktur

Die Anteile werden je zur Hälfte gehalten von:

  • Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG

  • WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH

Damit steht die Gesellschaft hinter zwei etablierten kommunalen Energieunternehmen – ein Stabilitätsfaktor.

Gesamtbewertung aus Anlegersicht

Positiv:

  • Sehr hohe Eigenkapitalquote

  • Keine Fremdfinanzierung

  • Klar kalkulierbares Geschäftsmodell

  • Keine operativen Großrisiken

  • Keine eigenen Mitarbeiterkosten

Neutral:

  • Sehr geringe absolute Ertragsgröße

  • Reine Verwaltungsfunktion ohne eigenes Wachstumspotenzial

Insgesamt handelt es sich um eine typische Komplementär-GmbH mit geringem wirtschaftlichen Risiko und stabiler, aber sehr kleiner Ertragsbasis. Für Investoren ist sie kein Renditetreiber, sondern eine organisatorische Hülle zur Steuerung und Haftungsübernahme von Windpark-Beteiligungen.

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